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Zwei Aussagen, die einem immer wieder begegnen


Im Grunde wollte ich heute endlich wieder meinen normalen Tagesgeschäften nachgehen. Aber so ganz lässt mich das Thema um die beiden Hunde immer noch nicht los. Ich möchte heute also noch einmal schnell auf die häufig getroffenen Aussagen eingehen, die im Zusammenhang mit den beiden Übergriffen durch Hunde und die damit verbundenen drei toten Menschen häufig als Argumentation angeführt wurden und werden.

Jeden Handlung hat eine Wirkung nach Außen

Gestern hatte ich meine Ansicht über das »Drama« mit Chico (Blog - Vom Regen in die Traufe) philosophiert. In jenem hatte ich das Thema Signalwirkung ja auf später verschoben. Nun hat sich genau diese Problematik gestern in zwei Teilen trauriger weise erweitert.
Um es direkt Vorweg zunehmen: Das Tierheim Hannover hat mit seiner Aussage, dass der Gassigang mit den Behörden so abgesprochen sei, gelogen! 

Vom Regen in die Traufe

Chico erhitzt die Gemüter. Während die Tierschutzuschi´s ihn um jeden Preis retten möchten und dafür vor Einbruch und versuchtem Diebstahl, Beschimpfungen, Beleidigungen und Bedrohungen nicht halt machen, sehen es Menschen mit Tierschuztverstand eher kritisch.

Um der Geschichte etwas Struktur zu geben, fangen wir vorne an. Im Jahr 2011 wurde Chico von einem Hundetrainer begutachtet. Dieser hatte mit dem gesetzlichen Betreuer der Mutter eine Begutachtung durch die Stadt angestrebt. Es kam zu einer Vorladung zu dieser, zu der der Halter nicht erschienen ist. Wie auch, kleinwüchsig, schwer krank und ohne Auto war es unmöglich, zu diesem Termin zu kommen. Darauf hin verfügte das Amtsgericht eine Entnahme und Sicherstellung des Hundes. Diese erfolgte nie. 

Alle diese Verstrickungen müssen ebenso von der Staatsanwaltschaft geklärt werden, wie von der Stadt selbst. Dass es an diesen Stellen arbeitsrechtliche und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen muss, versteht sich von selbst. 

Der Tierschutzverein und damit auch das Tierheim wussten ebenso schon länger von diesem Fall. Diese waren nach der Sicherstellungsanordnung zweimal in der Familie und kontrollierten diese. Hier ging es um die Haltung an sich, die Nachbarn bemängelt hatte. Hier war wohl nichts auszusetzen, da das Tier keine Anzeichen von Vernachlässigungen aufwies. Dennoch hätte der kontrollierenden Person auffallen müssen, dass weder der Halter noch die Mutter in der Lage sind, dass Tier ordentliche zu versorgen oder bei einem Gassigang zu halten. Hier hätte allein von dem Grundsatz und den Aussagen der Nachbarn beide Male eine Meldung an die Behörden erfolgen müssen. 

Wenn Futter als Einkommen gesehen wird ...


Ich gestehe, ich setze mich hin und wieder mit dem einen oder anderen MLM Vertriebsnetzwerk auseinander. Besonder dann, wenn es sich eignen würde, ein zusätzliches Einkommen zu erzielen. Eines habe ich schnell festgestellt: Futtermittel schließt man besser aus.

Kritisch ist hier weniger das Direktmarketing oder die Art des Kundenfanges, als die Beratung. Es wird sich auf Philosophien berufen, welche oft verführerisch klingen. Aber von dieser weiß ich nicht, wie gesund die Ration in Wahrheit ist. Die Kommunikation ist gern etwas schwierig. Die Berater und Vertriebspartner sind mit gezielten Fragen schnell überfordert. Die Personen, welche die Informationen hätten, verweisen auf die Philosophien.

Ein Kreislauf. Ein Geheimnis, welches streng gehütet wird. Ein kleinwenig unlogisch, denn bei der offenen Deklaration kann man sich durchaus den Durchschnitt aus den frei zugänglichen Datenbanken im Internet zusammentragen. Das ist etwas Arbeit, die sich kein Nahrungsberater freiwillig machen mag. Darum fragt man ja bei den Herstellern, Beratern oder in den Vertrieben nach. 

Sommerschur – Weil die Zeit wieder reif ist

Der Frühling erwacht so langsam mit all seinen Facetten. Der Fellwechsel bei vielen Tieren ist ein weiteres Indiz für die kommende Jahreszeit. Bei einigen Tierhaltern stellt sich wieder die Frage: Fell scheren ja oder nein?

Wie in den letzten Jahren fangen schon jetzt die Diskussionen über Sinn und Unsinn der Sommerschur an. Die Befürworter verweisen auf die Thermoregulation und auf die Tatsache, dass eine Fellwuchsstörung andere Ursachen hat, als eine Kürzung des Haares. Die Gegner verweisen auf Veränderungen des Felles und das es für das Tier keine Erleichterung ist.

Da ich diese Diskussionen ebenso jährlich wieder führe, habe ich mich zu einer Ausbildung zum Groomer entschlossen. Der Tierheilpraktiker in mir sagt immer, dass es dem Haar egal ist, ob es mit der Schere in Modell geschnitten oder mich der Maschine auf eine Länge X geschoren wird. In der Groomerausbildung lernte ich dann, dass man davon ausgeht, dass die Unterwolle vorher nicht ausgebürstet wird und deswegen das Fell verändert und zu Problemen führt.

Als Laie reicht es, wenn man die drei Hauptgruppen in den Hundefellen kennt. Da ist das sogenannte einschichtige Fell. Dieses darf geschoren werden. Es gilt als das Einzige, wo eine Schermaschine zum Einsatz kommen kann.
Ein weiteres Fell ist das Mehrschichtige. Hier gibt es Deckhaar und Unterwolle. Hier muss die Unterwolle ausgebürstet werden. Bei den meisten Hunden reicht dieses tatsächlich aus. Damit der Hund hübscher aussieht, kann man die Konturen des Deckfelles mit der der Schere etwas einkürzen.
Dann gibt es noch das Trimmfell. Ein Fell, dass gezupft werden muss. Dieses kann man mit der Hand oder mit verschiedenen Werkzeugen tun. Für viele Halter ist dieses fast zu viel Arbeit und sie lassen es lieber machen. Bei diesem Fell kann man am Ende das frische Fell noch etwas in Modell bringen, aber meist ist es nicht nötig.

Spannend wird es, wenn man neben den Felltypen auch noch nach Schneide- und Scherhunde unterscheiden möchte. Um ehrlich zu sein: Das mache ich nicht. Ich schaue was gemacht werden muss und wie ich es am besten angehen kann. Mal wird es die Maschine sein, dann wieder eine normale Schere oder vielleicht doch eine Effilierschere. Eines ist gewiss: Ohne Vorbereitung geht gar nichts.

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