Blog - Rationen selber machen ist gar nicht so schwer.

 

Warum ich kochen für Hund und Katzen bevorzuge

Ich mag es, wenn ich weiß, was im Futter meiner Tiere genau drin ist. Zwar verwende ich auch kommerzielle Futtermittel, aber da schaue ich auch sehr genau, was enthalten ist. Hin und wieder frage ich beim Hersteller nach, wenn mir etwas nicht ganz so sicher ist. Meist bekomme ich auch adäquate Antworten, mit denen ich wunderbar arbeiten kann.

Kochen sorgt dafür, dass die Nährstoffe besser aufgenommen werden können und leichter verdaulich sind. Dies ist auch bei uns Menschen nicht anders. Die Verdauung von Hund und Mensch sind sich sehr ähnlich. Bei Katzen ist es noch etwas anders.  Dies entlastet den Organismus und es wird weniger Energie für die Verdauung verwendet.

Je nach Art des Kochvorganges ist auch der Verlust von Nährstoffen gering. Wenn das Dampfgaren verwende, ist es am schonenden, gefolgt von wenig Wasser (dünsten) und Slowcooking. Aber auch Sous Vide ist sehr günstig um ein Futtermittel schonen und schnell herzustellen. Meine Favoriten sind hier Tatsächlich Sous Vide, Slow Cooking und Dampfgaren. 

 

Aber die Nährstoffe

Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen gibt es inzwischen viele Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt. Sei es zu Rohfütterung, zum Kochen, bei besonderen Bedürfnissen oder Lebensphasen. Manche Hersteller geben grobe Rationszusammensetzungen mit an, mit denen man gut arbeiten kann. Wenn man dann noch etwas Abwechslung - 2 Fleischsorten, eine Fischsorte, verschiedenen Obst und Gemüse, Milchprodukte - in die Rationen bringt, ist es auch ganz praktisch. Wenn man dann von etwas von seinem eigenen Essen über hat, ist es auch kein Problem, der Hund freut sich darüber. Bei der Katze sollte man natürlich auf die pflanzlichen Anteile eher verzichten. Unserer Katze hat es keiner gesagt, dass sich kein Gemüse fressen sollte, aber sie fand es ihr Leben lang lecker und sie hat es gut vertragen.

Mit etwas Wissen um die Inhalte der einzelnen Lebensmittel - Lebensmittelkunde - kann man auf die kompletten Ergänzungen verzichten und nur noch einzeln und gezielt ergänzen. Schwer ist es nicht, wenn man weiß, dass zum Beispiel Zink in Sämereien, Nüssen, Getreide(Produkte), Leber, Rindfleisch und Käse in unterschiedlichen Mengen enthalten ist. So kann man sich von Mineral zu Mineral und von Vitamin zu Vitamin hangeln.

Wie man sieht es ist gar nicht so schwer, man kann es sich aber schwer machen. Es ist auch nicht wichtig, dass der Hund täglich alle Nährstoffe in ausreichender Menge bekommt, sondern dass diese über einen längeren Zeitraum passen. Hier kann man eine Woche oder einen Monat ansetzen. Ich persönlich schaue eher auf die Woche und bevorzuge es auch in meinen Beratungen. Das ist im Fall der Fälle einfacher zu rechnen als einen ganzen Monat. 

 

Die Einfachheit der Herstellung

Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr viel mit dem Thermomix arbeite. Ich mag ihn, weil er mir viele Möglichkeiten. Meine Hunde bekommen meist All - in - One Futter. Im Topf ist das Kochwasser. Das Garkörbchen enthält Reis oder Kartoffeln, im Varoma tue ich das Gemüse und auf den Einlegebogen platziere ich das Fleisch. So kann ich alles in einem Schritt garen. Es geht sozusagen auf den Punkt und von allein. In der Zeit kann ich mich um den Haushalt kümmern oder Gassi gehen. Am Ende nutze ich das noch im Topf befindliche Wasser und mache daraus eine schnelle Sauce, welche ich dem Futter dazu gebe oder tue alles zum Wasser in den Topf und lasse es einmal kurz "schreddern". Ich bin für mich selbst Fraktion einfach und schnell und verwende neben einer Kräutermischung - die alle 4 Wochen wechselt und auf die Bedürfnisse meiner Senioren angepasst ist - eine komplette Mischung. Dies liegt darin begründet, dass meine Hunde kaum bis keine Innereien vertragen und keine Knochen bekommen.

Auch schön einfach ist es, die Rationen roh zusammenzustellen und in passender Folie zu vakuumisieren. Es gibt Folie, welche zum Einfrieren und zum Kochen geeignet ist. So kann ich einfach ein Päckchen aus dem Tiefkühler oder dem Kühlschrank nehmen und es - wo wie es ist - ins Wasser geben. Mit dem Sous Vide garen bleibt alles was aus den Nahrungsmitteln austritt in der Tüte und kann so dem Hund in den Napf getan werden. Meine Hunde lieben es, weil das Fleisch meistens noch rosé und schon zart ist. Hier kommt am Ende ebenso das Extra drauf, sei es Öl, Milchprodukte oder Ergänzungen.

Slow Cooking mit wenig Flüssigkeit ist die dritte alternative. Hier köchelt alles auf niedriger Temperatur vor sich hin. Meine Hunde mögen ist. Der Vorteil ist, dass man es Abends oder Morgens anfängt und dann viel Zeit für andere Sachen hat.

Ich nutze die Funktionen nicht nur für die Hunde. Unser Menschenessen wird mit den selben Funktionen im TM zubereitet. Wenn ich für uns eine Lasagne oder Bolognese plane, mache ich zuerst den Nudelteig und lasse diesen im Kühlschrank ruhen. Dann starte ich das Slow Cooking für die Bolognese und habe dann 4,5 Stunden Zeit mich anderen Dinge - wie zum Beispiel eine Ernährungsberatung, ein Bad meiner Hunde, Handarbeiten, Fort- und Weiterbildungen oder einfach auch mal zum Reiten gehen - zu wenden. Für eine Lasagne lasse ich die Béchamel Sauce noch schnell kochen, während ich den Teig in Platten verwandle. Im Übrigen mache ich auch den Käse gerne selber, der muss allerdings echt lange reifen bis ich den für das Überbacken im Ofen verwenden kann. Aber das Mischen der Kulturen und des Labs macht hier auch der Thermomix.

Es geht natürlich auch mit anderen Küchen - Koch - Maschinen. Wir haben noch den Bosch CookIt, aber um ganz ehrlich zu sein, mir persönlich ist er zu umständlich. Der Topf ist mir zu schwer und zu groß und damit zu unhandlich. Er mach zwar tolle Raspels oder Scheiben, aber man muss dann auch ständig das Werkzeug wechseln. Bosch brät besser an, aber hier und da streiken dann man andere Werkzeuge, wenn der Topf noch zu heiß ist. Der Nachbau von Lidl und Aldi oder ähnlichen Herstellern muss sich da bestimmt auch nicht verstecken. Ich glaube, da muss man schauen, was einem besser liegt und womit man besser zurecht kommt. Ich mag halt den TM und wer die Möglichkeiten im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit oder Hundefutter oder einfach so kennenlernen möchte darf mich gern per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder WhatsApp kontaktieren. 

 

Es mangelt an Idee?

Ja das kenne ich ...

Man ist motiviert und dann fallen einem immer nur die selben Rezepte ein. Es auf Amazon verschiedenen Bücher zum Thema Hundefutter selbstgemacht. Für den Thermomix fand ich dieses ->Link zu Amazon<- sehr ansprechend und interessant.

Aber auch das Internet hält dort viele Rezepte bereit. Ich favorisiere dort die Sammlung von Clean Feeding. Hier sind nicht nur die Rezepte gut durchdacht, sondern auch auf das Gewicht des Hundes direkt anpassbar. Die meisten Zutaten sind regional und saisonal, was der Nachhaltigkeit sehr zu gute kommt. Dazu ist es von der Gestaltung mit weniger Fleisch ganz mein Geschmack.

Es braucht keine 70 - 90% tierische Produkte für den Hund (Katzen brauchen schon höhere tierische Anteile und da darf es dann gern 90% und mehr sein). Der Hund kann seinen Proteinbedarf aus etwa 50% tierischen Zutaten decken und das muss nicht nur Fleisch mit oder ohne Innereien sein, sondern gern auch Milchprodukte. Die 50% der pflanzlichen Anteile sind dann frei Nase nach aufgeteilt. Hier dürfen sich Getreide und Getreideprodukte, Gemüse und auch Obst tummeln. Je abwechslungsreicher man es hier gestaltet, desto gesünder. 

 

Wer nun mehr zur individuellen Gestaltung erfahren möchte, ist eingeladen sich auf der Seite zu registrieren und sich damit für den Newsletter einzutragen, eine Beratung zu buchen oder sich zu uns in ABAM - Gruppe bzw. in die neugegründete Gruppen Kochen für den Hund - Hundefutter aus dem Thermomix/dem CookIt zu gesellen 

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