Blog - Kräuterbuttermilch vs. Kräuterkefir

Buttermilch oder Kefir?

Vermutlich kennt bereits jeder das Rezept mit einem viertel Liter Buttermilch und je 2 Esslöffel Thymian, Oregano und Majoran. Es wird sehr häufig bei Giradienbefall empfohlen. Ich mache das ganze viel lieber mit Kefir - selbst gemachten Keifr. Auch Buttermilch kann man selber machen. Sie ist ein Nebenprodukt der Butterherstellung.

Der Vorteil von selbstgemacht liegt darin, dass noch mehr gesunde Bakterien in den Darm kommen. Meist liegt ein ungünstiges Verhältnis selbiger vor. Besonders dann, wenn zu viel Fleisch und zu wenige fermentierbare Ballaststoffe in der Ration zu finden sind.

Im Handel werden viele Produkte pasteurisiert und damit sind kaum bis keine Bakterien mehr enthalten. Man muss sehr genau schauen, hier und dann findet man noch Produkte, die diesen Vorgang nicht durchlaufen haben und lebende Kulturen enthalten. Diese werden leider immer seltener, nicht nur bei den Milchprodukten. Rohmilch ist auch bei den meisten Bauern nur noch recht schwer zu bekommen. 

Kefir ist ein Gemisch aus guten Mitspielern und wird gern als Pilz bezeichnet. Eigentlich ist die Kultur kein Pilz. Bringt man diesen Milch zusammen, vermehren sich die Kulturen und gehen in die Milch über. Inzwischen sind die Kulturen auch mit H - Milch zufrieden und holen sich auch aus dieser den Milchzucker als Nahrung. Frischmilch oder Rohmilch sind noch mal besser. Je höher der Fettgehalt desto besser. Kefir sollte in kleineren Mengen gegeben werden und einschleichen.

Buttermilch aus Rohmilch selbst gemacht ist am besten und reichhaltigsten, was die guten Bakterien angeht. Hierzu lässt man die Rohmilch stehen und schöpft das Fett - die Sahne - ab und macht dann daraus Butter. In der Herstellung fällt dann die Buttermilch an. Leider kommt man nicht mehr so gut an Rohmilch oder gar frischen unbehandelte Sahne heran. Natürlich kann man aus der Sahne aus dem Supermarkt auch selber Butter machen und dabei die Milch gewinnen, aber wie viele Bakterien noch enthalten sind ist nicht so einfach zu sagen.

 

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 Mein Kräuterkefir. davon bekommen die Hunde täglich eine Dosis über ihr Futter. Feyd etwa 2 Esslöffel und Lennox etwas einen halben bis 3/4 Esslöffel. 

Alternativen zu Kefir und Buttermilch?

Wer viel selbst macht, kann sich noch in einem selbst gemachten Joghurt mit Lactos machen. In den Kulturen sind die Bakterien enthalten, welche sich wie der Kefir im Ansatz immer wieder vermehren. Auch hier ist es inzwischen so, dass die meisten Kulturen mit allen Sorten der Milch zurecht kommen. Allerdings gilt auch hier, Rohmilch ist am besten, gefolgt von Frischmilch und dann die H - Milch. Wenn man die Joghurt stichfest hat und dann in einem Tuch oder einen ganz engmaschigen Sieb abtropfen lässt, dann gewinnt man noch Molke und macht Joghurt Frischkäse.

Käse herstellen wäre eine weitere Alternative. Auch hier fällt Molke ab, die man gut verwenden kann und über die sich der Darm - aber auch die Haut - freuen wird. So kann man nicht nur den Hunden etwas gutes tun, sondern auch den Menschen, denn es ist ein Spass für die ganze Familie und es ist lecker. 

 

Warum die Kräuter?

Diese drei Küchenkräuter schaffen zum einen ein widriges Milieu. Zum anderen dienen sie als Futter für die bereits im Darm angesiedelten Bakterien. Sie bringen auch noch etwas Geschmack mit. Man kann die Kräuter durch ein Sieb abgiessen. Ich füttere sie immer mit. Meine Hunde mögen es und stehen in der Küche. Ich gebe aber auch andere Quellen für Ballaststoffe in die täglichen Rationen. So wie es täglich Milchprodukte wie Kefir, Joghurt, Molke und Co gibt. Am liebsten mögen meine Jungs Haferflocken dazu.

Wichtig ist, das man die Kräuter nicht auf Dauer gibt. Einmal ansetzen und füttern. Danach pausieren diese Kräuter oder man nimmt eine andere Mischung. Ich mag die Kräutermischungen von Krauterie. Diese sind immer sehr harmonisch zusammengestellt und man kann diese gut 4 - 6 Wochen dem Futter zusetzen. Gerade bei chronischen Problemen gibt es zwei bis drei aufeinander abgestimmte Mischungen. 

 

Was ist noch wichtig?

Man sollte sich an dieser Stelle aber auch bewusst darüber sein, dass eine Kur allein meist nicht wirkt und schon gar nicht von Dauer ist. Möchte man dauerhaft etwas verändern, macht es Sinn die Ernährung zum Beispiel komplett umzustellen. Eine übergreifende Zusammenarbeit zwischen Tierarzt oder THP und Ernährungsberater kann da sinnvoll sein. So kann sehr individuelle auf das jeweilige Mensch - Hund Team eingegangen werden. Zusammen kann man schauen welche Fütterung am besten passt und wie man diese am besten gestalten kann. Zwischen Fertigfutter und Barf liegen je bekanntlich Welten mit sehr vielen individuellen Möglichkeiten. 

 

Man kann eigentlich nur sagen: Je mehr gesunde Bakterien das Produkt noch enthält, desto wirksamer ist es für den Darm. Es ist keine Wurmkur oder einer Kur gegen Darmparasiten. Es kann nur eine passende Therapie unterstützen und den Darm in ein gutes Gleichgewicht bringen, dass es den ungesunden Bewohnern etwas schwerer macht, sich zu vermehren. Wir dürfen nicht vergessen, gesund wie auch ungesunden Bewohner befinden sich immer in unserem Darm, sie machen nur krank, wenn sie sich sprunghaft und zu stark vermehren. Man kann mit der Ernährung viel erreichen, aber eben nicht alles. 

 

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