Blog - Nachhaltigkeit im Zusammenleben mit dem Hund

 

Beginnen wir beim wichtigsten, die Nahrung ...

Ein Zauberwort wäre regional und saisonal. Dicht gefolgt von Bio. Ich persönlich sehe ein veganes Leben - mit Hund - also nicht praktikabel an, denn dafür benötigen wir doch noch das eine oder andere vom Tier. Hier leben wir nach dem Prinzip so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Wir verzichten weitest gehend auf Produkte aus Übersee. Avocados zum Beispiel sind kleine Umweltsünder, welche bei uns in der Küche nicht verwendet werden. Auch bei Kosmetik für Mensch und Tier schaue ich, dass wir dieses nicht mit drin haben. Wir versuchen Palmöle und auch Kokosöle zu vermeiden. Ebenso wie angesagte Superfoods. Allein durch die Steigerung der Produkte am Markt muss man Platz schaffen, um zu pflanzen damit der Bedarf gedeckt wird. Das eine oder andere Geheime Produkt ist inzwischen zum Renner geworden, dass man sich fragen sollte, wie es zu dem Preis geerntet und zu uns transportiert werden kann. Allerdings muss ich an dieser Stelle auch gestehen, dass so ein bis 3x im Jahr sich eine Mango zu uns verirrt. Hier und da auch mal Bananen.

Produkte aus Spanien und Italien versuchen wir auch zu vermeiden, selbst wenn diese Bio sind. Warum? Für mich gehört zur Nachhaltigkeit auch der Umgang mit den Bauern und den Angestellten. Gerade in diesen Ländern ist es da ziemlich mit Missständen durchzogen. Sei es fehlende Schutzkleidung oder eine entsprechende Bezahlung. Gerade die kleinen Bauern, die an die großen verkaufen müssen leiden sehr unter den für uns günstigen Einkaufspreisen. 

Möglichst regional und direkt vom Erzeuger oder selbstgemacht

Ich versuche so viel wie möglich aus den Regionalecken und Bauerntruhen zukaufen. Ich fahre - wenn ich eh gerade da unterwegs bin, bei den Bauern vorbei und hole mir dort Fleisch, Fisch, Eier oder auch Milch oder Produkte aus diesen. Obst und Gemüse kann man dort ebenso gut gekommen. Getreide und Getreideprodukte. Ich sehe wie es produziert wird und kann dann entscheiden, ob ich es unterstützen möchte oder nicht.

Im Supermarkt lese ich wer es Herstellen lässt und man kann dann recherchieren wo. Ich kann sagen, das ein Großteil unserer Lebensmittel aus einem Umkreis von etwa 200km um unseren Wohnort kommt. Ausnahmen sind Kaffee und Kakaoprodukte.

Selbermachen ist gerade in vielen Bereichen ein großes Thema. Nicht nur im Bereich der Handarbeiten und Bekleidung sondern auch im Bereich der Ernährung und Körperpflege immer mehr im Kommen. Kefir und Joghurt sind da noch die einfachsten Dinge. Mit gekauften Mehlen zu Backen oder Nudeln zu machen kommt immer mehr. Käsen - also die Herstellung von Käse und buttern - Butterherstellung - nimmt auch wieder Fahrt auf und nimmt Einzug in die heimischen Küchen. Gärtnern in Töpfen und Kübeln, wenn einem der Garten fehlt oder der Garten an sich zu klein ist.

Wir machen da keine Ausnahme. Kefir und Joghurt mache ich schon länger, mal mehr mal weniger. Gerade wird dieser Punkt wieder intensiviert. Mehle selber machen und Backen auch. Nudelteig ist auch keine Kunst, dauert halt immer nur etwas. Butter habe ich auch schon gemacht und damit auch Buttermilch und Butterschmalz. Im nächsten Monate möchte ich mit Käsen - Feta, Mozzarellaart, Ricotta, Hartkäse etc - beginnen. Das wird eine lustige Herausforderung auf die ich mich freue.

Unser Garten wird in diesem Jahr mit einigem neuen Projekten bestückt werden. Baumwolle ist eines davon. Aber auch Flachs denn dies Saat daraus ist nichts anderes als Leinsamen. Ich überlege eine kleine Ölpresse - wenn denn die Saat aufgeht zu bekommen. Über verschiedene Destillate wie Lavendel oder aus Kräutern denke ich auch nach.

Gewürz- und Teemischungen - welche man teuer kaufen kann - kann ich oft selber herstellen. Die meisten Gewürze habe ich einzeln im Haus. Gemüsebrühen werden aus Gemüse gemacht, welches wir früher weggeworfen hätten. Reste von unserem Essen, die für uns nicht mehr reichen erfreuen die Hunde. Es gibt viele kleine Dinge, an die man so gar nicht denkt ...

Unser Müllaufkommen hat sich sehr reduziert. Von fünf - sechs gelben Säcken in 2 Wochen auf eine halbe Mülltone (umgerechnet keine 2 Säcke). Die graue Tonne ist selten mehr als halb voll. Die Füllhöhe der Biotonne nimmt auch deutlich ab und auch die Papiertonne reicht jetzt für 4 Wochen. 

 

Nachhaltig im Haushalt

Das war eine größere Herausforderung, aber es geht auch hier. Es gibt aber auch noch Luft nach oben. Statt fertiger Mischungen gibt es eben Konzentrate die man sich selbst anmischen kann. Seife und Co kann man sich auch selbst herstellen und mit dem Thermomix geht es manchmal auch sehr flott.

Reparieren statt wegwerfen ist auch ein guter Ansatz und Recycling. Statt wegwerfen kann man sich auch einfach mal umhören, ob jemand an einem älteren noch Funktionieren Elektrogerät Interesse hat. Auch alte Möbel finden immer noch einen Abnehmer, wenn es noch nutzbar ist.

Manches Kleidungsstück, welches aus der Mode gekommen ist, kann man aufhübschen, im Haus tragen oder auch weitergeben. Ich trage heute noch Pullis auf, die schon wenigstens 10 Jahre auf dem Buckel habe. Im Haus, im Stall und beim Gassi sind sie nützlich und bequem. Wenn sie mal auseinander fallen, sind sie noch ein wundervolles Hundesspielzeug oder vielleicht auch ein Hundebett.

Unsere Handys, Tablets und einige andere Kleinelektrogeräte werden mit tragbaren Solarpanle geladen. Ja selbst unsere Überwachungskameras werden mittels Solar geladen. Das geht auch im Winter, auch wenn die Ladung da nicht so schnell geht und nicht so intensiv ist, wie im Sommer.

Regenwasser zum Pflanzen giessen spart Trinkwasser. 

 

Das Haustier in diesem Konzept

Mit Hunden geht ein nachhaltiges Leben recht einfach. Sie brauchen keine 70 - 90% tierische Anteile in ihrem Futter und man muss dann nicht wegen des Preises bei einem großen Hund auf Fleisch aus der Massentierhaltung zurück greifen. Ein Hund kommt mit deutlich weniger Fleisch aus und kommt - wenn er es kennt - auch mit Eiern und Michprodukten gut zurecht. Den Proteinbedarf bekommt man locker mit 50% tierischen Anteilen gedeckt und die anderen 50% mit pflanzlichen Bestandteilen aus der Region. Es ist wie bei uns Menschen, weniger ist manchmal mehr, auch im Zubehör.

Bei einer Katze wird es schon schwieriger, sie braucht die höheren Mengen als tierischen Anteil. Da war die Evolution nicht ganz so nett. Katzen sind eben noch deutlich mehr Raubtier als der Hund und habe deutlich mehr Parallelen zu ihren wilden Verwandten. Dafür kann man an anderen Stellen mit der Nachhaltigkeit beginnen. Zum Beispiel kompostierbares Streu. 

 

Machen was geht und überlegen wo man es nutzen kann ohne, dass es zu umständlich wird

Was heute fast normal ist, war früher eher ein Punkt für Geiz. Man war zu geizig etwas zu kaufen oder ähnliches. Als DDR - Kind habe ich früh gelernt, mit dem zurecht zukommen was es gab und zu improvisieren, was es nicht gab. Vieles davon mache ich mir heute zu nutzen und zum Teil muss ich da den Widerstand der Familie überwinden. Aber es geht. Ich denke, es würde an der einen oder anderen Stelle noch um einiges nachhaltiger gehen, aber es geht nicht um Perfektion, sondern um das machbare. Wenn jeder da im kleinen das macht, was möglich ist, dann ist es für uns alle ein Anfang. Um noch einmal auf das Auto zurück zukommen. Wir fahren nur, wenn wir müssen und verbinden dann auch Wege. Das geht im Privaten und im geschäftlichen Bereich sehr gut. 

 

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