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Ein Rezensionsexemplar, dass ich an anderer Stelle schon einmal vorgestellt hatte ...

Zu aller erst möchte ich mich bei der Firma "Wundermix" noch mals dafür bedanken, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben. Ich kann den Kauf dieses Buches an dieser Stelle schon einmal empfehlen. Und daraus ergibt sich, dass es sich um Werbung handelt.

Das kleine Buch erschien im letzten Jahr im Riva Verlag. Die Autoren Charly Till und Janosch Engler erklären schon im Vorwort, wie es zu diesem Buch kam und was man erwarten kann oder eben auch nicht. Im Grunde war der Weg zu diesem Buch und der Ernährung, wie es doch sehr häufig ist, der eigene Hund und die gemachten Erfahrungen.

Beim ersten kurzen Blick in das Buch fand ich das Inhaltsverzeichnis schon sehr interessant. Beim ersten Lesen dachte ich mir: Egal ob da Hundefutter draufsteht, das klingt lecker. Auf das Zeitmanagement wird ebenfalls im Vorwort hingewiesen. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie ich einen Tag in der Küche stand und dreizig Kilogramm Fleisch portioniert habe. Dies und der begrenzte Lagerplatz in unserem Tiefkühler, waren die Gründe, warum bei uns immer nur mal zwischendurch und sporadisch etwas Frisches in den Napf kam.

Wenn man gerade erst beginnt, sich mit der selbst gemachter Nahrung oder selbst portionierte Bestandteilen zu beschäftigen, tut man sich oft nicht leicht und wird immer mehr verwirrt, je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt. Auch das kostet etwas Zeit. Dann der Einkauf oder die Bestellung, die Portionierung und Verarbeitung. Für viele ist allein der Gedanke daran erschreckend, besonders wenn man verwöhnt ist und weiß wie schnell das Öffnen und aufteilen einer Dose geht oder das Trockenfutter aus dem Beutel zu nehmen. Doch genau hier setzt das Buch an.

Tipps für den Umgang mit dem Thermomix als Einstieg ist noch einmal nett. Gerade für die Menschen, die den TM noch nicht so lange haben. Hier ist der Hinweis auf eine externe Waage sehr gut, besonders wenn es um genaue Mengen von Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente geht. Allerdings sollten die Hygienetips im Grunde bekannt sein, denn es ist eine normale Küchenhygiene.

Bei der Frage nach der richtigen Ernährung für den Hund werden einige Modelle und Konzepte benannt. Diese werden in dem Buch noch als Trends bezeichnet, obwohl, sie dieses schon länger nicht sind. Dazu gibt es noch eine Menge anderer Trends.

Kritisch sehe ich das Kapitel zur vegetarischen Ernährung. Diese sollte nur dann im Raum stehen, wenn es eine medizinische Indikation dafür gibt. Oft steckt hinter dieser Ernährungsform ein falsch verstandener Tierschutz. Auch wenn Hunde mit einer rein pflanzlichen Ernährung zurechtkommen würden, fehlt definitiv Vitamin B12. Dieses müssten supplementiert werden. Dennoch finde ich die Rezepte in dieser Kategorie sehr ansprechend. Sie können eine Fleischmahlzeit gut ergänzen oder zeitversetzt zu dieser gefüttert werden. So kann man die Blut – Hirn – Schranke etwas austricksen und darüber Verhaltensproblemchen beeinflussen.

Des Weiteren werden das Thema Barf als Rohfütterung allgemein und das Thema clean feeding angesprochen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass sich alleine "Barf" noch in viele kleinerer Modelle unterteilt und sich jedes Modell ganz genau von dem anderen anderen Abgrenzen möchte.

Wir selbst füttern nach dem sogenannten ABAM (Abstauber bekommen alles Mögliche). Hier wird Fertigfutter (egal ob Trocken oder Nass), roh oder gekocht. Hin und wieder fehlte es uns an Ideen und es landete immer mehr oder weniger das selbe im Napf.

Im Bereich der Futterumstellung muss ich ebenfalls etwas kritisch nachdenken. Gerade bei magenempfindlichen sollte man immer etwas vorsichtiger sein. Hier wird gern empfohlen, dass man einen Teil der alten Nahrung durch die Neue ersetzt. Hier ist es ratsamer, mit einem magenschonendem Gericht zu beginnen und dieses ohne die alte Nahrung zu reichen. Stattdessen würde ich persönlich lieber die Rationen kleiner gestalten und über den Tag verteilt kleinere Mengen verfüttern. später kann man die Rationen wieder zusammen führen und auf die gewohnte Anzahl der Fütterungen reduzieren.

Bei den Fütterungsempfehlungen fehlt mir etwas der Ansatz. In den ersten Erwähnungen wird immer nur von 60 – 70% Fleisch gesprochen und davon nicht mehr als 15 – 20 % Innereien. Allerdings gibt es erst einmal keine Information von welchem Wert man hier ausgeht. Im weiteren Verlauf wird gesagt, dass man sich an der bisherigen Fütterungsmenge orientieren solle. Wenn ich nun einmal von unserer Trockenfutterraton ausgehe, die pro Fütterung gerade einmal 180 Gramm ausmacht, dann würde mein Hund mir vor Hunger das Haus auf den Kopf stellen. Bei einem Feuchtfutter, würde es fast passen, aber auch dort müsste man dort einmal genauer schauen. Hier hätte ich mir einen Hinweis auf eine Ausgangslage gewünscht. Zum Beispiel wie sie häufig beim Barf empfohlen wird: hier nimmt man 2% vom Körpergewicht und hat damit einen recht guten Richtwert, an dem man sich orientieren kann.

In diesem Buch wird ein Fastentag empfohlen – auch hier kommt wieder der Vergleich mir wildlebenden Verwandten zum Tragen. Dieses kann man machen, muss man aber nicht. Ich persönlich halte von so einem Tag gar nichts und rate im Grunde sogar davon ab. Wir leben mit unseren Hunden eng zusammen und das Nahrungsangebot ist reichlich vorhanden. So kann man mittels der Fütterungsmengen getrotzt auf diesen Tag des Fastens verzichten. Gerne wird ja der Wolfsvergleich herangezogen. Bei der Ernährung bezieht man sich besonders oft auf den Wolf. So nah der Hund auch noch mit dem Wolf verwandt ist, so weit hat er sich doch evolutionär von diesem entfernt. Wir Menschen sind schließlich genetisch mit dem Affen nahezu identisch und ernähren uns dennoch nicht wie Affen.

Bei den einzelnen Bestandteilen gibt es viele gute Hinweise. So zum Beispiel, dass man gegartes Schweinefleisch durchaus verfüttern kann oder dass man es mit der Fütterung von Pansen nicht übertreiben sollte. Bei dem Thema „Knochen“ fehlt meiner Meinung nach noch der Punkt, dass man auf besonders harte Knochen eher verzichten sollte, da diese unter Umständen zu Zahnfrakturen führen können. Hier sollte man besonders auf Oberschenkelknochen zum Beispiel verzichten. Ebenso ein Hinweis, dass sich die Zahnreinigung nur auf die hinteren Reißzähne bezieht und die Fangzähne zum Beispiel anderweitig gereinigt werden müssten, wenn diese einen entsprechenden Belag aufweisen.

Ein Pluspunkt gibt es allerdings wieder, weil im Bereich der Mineralien und Vitamine auf die Überdosierung, Mangel und die gegenseitige Beeinflussung erwähnt wurde. Genauso wie der Punkt, dass Nahrungsergänzungsmittel neben einer Wirkung auch eine Nebenwirkung haben können. Hier gibt es ja generell noch sehr viel Aufklärungsbedarf.

Die Liste der giftigen oder geeigneten Bestandteile ist im Grunde ganz nett, könnte aber noch durch das eine oder andere ergänzt werden. Da es aber nicht das Ziel des Buches ist, kann man sich zu diesen Punkten durchaus an anderen Stellen - zum Beispiel Errnährungsberater oder dem Internet - noch genauer erkundigen.

Im Fazit ein sehr gelungenes Werk, mit vielen Informationen, auch wenn diese nur angekratzt werden. Dieses ist auch durchaus richtig, denn das Buch bezieht sich in erster Linie auf die Rezepte. Diese sind sehr schön sortiert, abwechslungsreich und ausgewogen.

Die Smoothies kann man sehr schön verdünnen und im Schleckerchen als Belohnung anbieten. Bei den Keksen kann man den Teig soweit anpassen, dass dieser dann wieder für den Backmattentrend geeignet ist und man darüber sehr kleine gesunde Leckerchen erhalten kann.

Keines der Rezepte ist in Stein gemeißelt und es können jederzeit Zutaten gegen andere ausgetauscht und damit kombiniert werden. Schön ist die Anmerkung bei jedem Rezept, welche Menge am Ende erreicht wird. So kann man schnell die Mengen anpassen. An dieser Stelle kommt man nicht um den einfachen Dreisatz herum, aber wer einen Thermomix besitzt, wird dieses vermutlich schon das eine oder andere Mal gemacht haben. Doch Achtung: In manchen Rezepten wird das Rohgewicht auf die Fütterungsmenge gerechnet, welche am Ende nicht mehr stimmt. Hier sei zum Beispiel Reis erwähnt.

Bei den Boostern kann man auch geteilter Meinung sein. Ich persönlich empfehle eher Einzelkräuter zu verwenden und keine Kombinationen. Dennoch muss ich sagen, dass diese Zusammenstellungen sehr harmonisch sind und durchaus eine Berechtigung haben.

Die gesamte Gestaltung ist kurzweilig und durch die farbigen Ränder findet man schnell die Kategorie die man haben möchte. Ich persönlich würde unsere Hunde jetzt nicht ausschließlich mit den Rezepten aus dem Buch ernähren, aber als Teil einer Rezeptesammlung wird es bei uns einen festen Bestandteil einnehmen.

Egal ob man einen Thermomix besitzt oder nicht, dieses Büchlein lohnt sich. Man kann – und dass wird einem jeder Thermomixbesitzer bestätigen – jedes Gericht auch ohne diesen Küchenhelfer herstellen. Nur geht es mit dem TM schneller und einfacher. Die Rezepte sind für den TM 5 und 31 geeignet. Bilder zu diesem Thema werden immer mal wieder auf Instagram, Twitter, Facebook und Co folgen.

Unser Lieblingsrezept ist der Möhren - Frischkäse - Apfel - Brei geworden. Es ist eine gute Beilage zu Fleisch und zu Reinfleischdosen, kann aber auch gern mal pur zwischendurch gegeben werden. Unseren Hunden schmecken auch die anderen Gerichte. Wir haben sie viel kombiniert, angepasst und verändert.

Da unsere Katze das eine oder andere Gericht auch sehr lecker fand, würde ich dieses Buch entsprechend auch für andere fleischfressende Tiere empfehlen, auch wenn Katzen eher kein Gemüse bekommen sollen. Aber so für zwischendurch und mit der entsprechenden Supplementierung ist es durchaus machbar. Für Frettchen könnte ich es mir auch sehr gut vorstellen. Ja nach Tierart kann man ja auch den Gemüseanteil verringern und den Fleischanteil erhöhen. Es bietet auf jeden Fall eine Abwechslung auf dem Speiseplan, wenn es – außer für Hunde – eben nicht der Hauptbestandteil der Ernährung ist. Unserer Katze hat halt noch keiner gesagt, dass sie keine pflanzliche Kost fressen darf und das es ihr gar nicht schmecken kann. Sie schiebt sonst die Hunde vom Napf, was Selbige wiederum nicht toll finden. Von mir gibt es also eine uneingeschränkte Empfehlung zu diesem Buch. Kaufen kann man es direkt in dem Shop von Wundermix (klick) oder auf Amazon.

 

 

 

 

Wenn Sie mit der Ermittlung der Futtermengen und Rationszusammensetzungen im Groben nicht zu recht kommen, buchen Sie einfach und schnell eine kurze Rationsberatung. Dort bekommen Sie dann die entsprechenden Zahlen ganz nach ihrem individuellen Ansprüchen zugesandt. 

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