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Immer nur die Schilddrüse

Gestern bin ich ein einer leichte Diskussion gerutscht. Es ging um einen Hund der nicht fressen wollte. Zumindest nicht sein,  für ihn vorgesehenes Futter - wie sich später herausstellte. Mit allen Möglichkeiten, wie man den Hund an das Fressen bekommen könnte, kamen natürlich auch die Hinweise auf die Gesundheit. Angeführt von dem Hinweis, man möge doch die Schilddrüse untersuchen lassen. Warum aber immer die Schilddrüse?

Es ist nur sehr selten die Schilddrüse wirklich schuld ...

Im Grunde ist es ja schon fast egal, was der Hund hat.

Er juckt sich = Schilddrüse.

Das Fell verändert sich = Schilddrüse.

Das Verhalten verändert sich = Schilddrüse.

Der Hund möchte nicht fressen oder frisst mäkelig = Schilddrüse.

Selbiges auch bei verschiedenen Krankheitsbildern.

 

Was ist mit der Ernährung, dem Darm und der Leber?

In den letzten Monaten und Jahren ist mir eines in dem Zusammenhang immer bewußter, dass die einseitige Sichtweise vielen Tieren vermutlich eher schadet, als wirklich nutzt. Mein eigener Hund war dort ja auch von betroffen, weil ich es nicht besser wusste. In der Zwischenzeit werde ich nicht müde, darauf hinzuweisen, dass die Schilddrüse ein Reaktionsorgan ist und sich auffällig zeigt, auch wenn sie es gar nicht ist.

Immer wieder rate ich zu einer ausführlichen Diagnostik und diese nicht nur anhand der Werte der Schilddrüse.

Meist kommt dann das große aber der Antikörper. Antikörper treten bei einer Entzündung auf, welche aber noch nichts über die Arbeit der Schilddrüse an sich aussagt. Eine eigentlich gesunde Schilddrüse die durch einen äußeren Reiz gerade akut entzündet ist, braucht keine Hormone. An dieser Stelle muss die Entzündung behandelt werden. 

 

Wenn der Hund nicht fressen will, warum die Schilddrüse untersuchen lassen?

Wenn ein Hund nicht fressen mag, würde ich doch zuerst auf den Verdauungstrakt schauen. Gastritis kann symptomlos verlaufen und dennoch Schmerzen verursachen. Genauso wie bei der Bauchspeicheldrüse, dem Darm oder der Leber. Dennoch kann der Hund Schmerzen haben oder ihm ist übel. Sollte man nicht genau diesen Dingen als erstes nachgehen? Warum also die Schilddrüse untersuchen lassen? 

 

Die Leber ist vielfältig

Gerade die Leber ist sehr vielfältig. Wenn diese schwächelt, wirkt es sich auf die Verdauung aus. Fett wird meist zu einem Problem. Sie zeigt sich in Veränderungen in der Haut und dem Fell, genauso wie im Verhalten. Ich würde bei einem veränderten Verhalten mit Aggressionen zuerst immer an die Leber, als an die Schilddrüse denken. Übelkeit - welche bei Lebergeschichten nicht selten ist - führt zu Fressunlust. Auch die Schilddrüse kann unter eine Leberstörung leiden, denn ein Großteil von der Umwandlung von T4 zu T3 findet in der Leber statt.

Nehmen wir nun noch den Darm dazu. Diese beiden Verdauungsorgane hängen sehr eng zusammen. Ihnen wird viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, dabei sind sie es, die den Körper am laufen halten. Ist das Darmbiota - auch Darmflora genannt - nicht ausgleichen hat es Auswirkungen auf die Verdauung. Unteranderem kann es passieren, dass viel mehr Toxine die Darmwand passieren können, welche dann die Leber überlasten. Ein Kreislauf, welcher auf Dauer zu immer mehr Problemen führt.

Das gemeine an der Leber ist allerdings, dass sie lange unter dem Radar läuft. Wenn der Tierarzt die offensichtlichen Symptome bemerkt ist, es schon mehr als fünf vor zwölf. Sozusagen allerhöchste Eisenbahn um einzugreifen. Dies ist ein Grund, warum ich immer wieder auf das Biota und seine Gesundheit hinweise. Ich beginne immer gern mit einer Diät, welche die Bakterien im Darm sortiert und die guten füttert, damit diese ein Gleichgewicht schaffen können. Gleichzeitig unterstütze ich mit dieser Diät die Leber.

Ganz häufig reicht dieses über einen Zeitraum von 2 Monaten schon aus, damit viele Symptome von selbst verschwinden. Für viele ist das ein Aha - Erlebnis. Besonders dann wenn sie nun eine Hormonersatztherapie reduzieren und ausschleichen müssen. Oder auch, dass plötzlich alle Allergien und Unverträglichkeiten sich verabschieden. Beziehungsweise auch, dass die Probleme mit Parasiten sich nicht mehr so zeigen. Diese Liste der positiven Veränderungen kann man meist beliebig fortsetzen.

Manchmal ist es ratsam, diese Form der Fütterung kann man in eine "normale" Ernährung dann übernehmen, auch wenn man es dann vielleicht etwas lockern kann. Bei der Darmflora ist es immer eine Frage der Schädigung. Meist kann sie sich erholen, aber manchmal muss man ein Leben lang diese von Außen unterstützen. 

 

Natürlich kann auch die Schilddrüse krank sein ...

Wenn man den Verdacht auf eine Schilddrüsenfunktionsstörung hat, sollte man natürlich mit seinem Tierarzt das Gespräch suchen. Eine entsprechende Diagnostik kann nicht schaden. In diesem Prozess - wenn es richtig gemacht wird, ist es ein längerer - sollte man sich ebenso Gedanken über die Ernährung machen. Mangel- oder Überversorgung von Mineralien und/oder Vitaminen können ebensolche Symptome auslösen, Darm und Leber belasten. Sollte sich dann eine primäre Schilddrüsenfuntkionsstörung herauskristallisieren, benötigt diese die nötige Unterstützung. Dort gibt es dann durchaus auch verschiedenen Wege. Eine Hormonersatztherapie ist auch nur eine der Möglichkeiten.

 

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