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Immer wieder Argumente ....

Wenn man sich Artikel oder Fragen anschaut, frage ich mich immer wieder,  wo diese Informationen herkommen. Getreide ist schädlich. Ein doppeltes Fell darf nicht geschoren, wohl aber geschnitten werden. Hunde brauchen viel Fleisch, alles andere dient nur der Optik und hat keinen weiteren Sinn. Leute die für ihre Hunde kochen, wollen es nur hübsch anrichten, weil sie sonst niemanden haben. Lange Krallen gibt es nur, weil man nicht genügend Gassi geht. Zahnstein gibt es nur, wenn man falsch füttert. Ohne Ergänzungen kann man keinen Hund gesund ernähren. Mit einem Geschirr erzieht man den Hund zum ziehen. Wenn ein Hund nicht zur Ruhe kommt, ist er unterfordert und man muss mehr machen.

Diese und noch viele andere Thesen halten sich hartnäckig. Nicht nur in der Hundeszene, sondern bei allen Tieren und durchaus auch bei Kindern. 

 

Werfen wir noch einmal einen Blick in die Ernährung ...

Oft werden ganze Lebensmittelgruppen verteufelt - meist sind es Getreide und Getreideprodukte - warum auch immer. Ich versuche immer zu erklären dass es nicht unbedingt auf die Zutaten selbst, als eher auf die Menge der Zutat und die in ihr enthaltenen Nährstoffe ankommt. Gerade bei erkrankungen kommt man nicht um das Rechnen herum. So kann man dann durchaus "ungünstige" Zutaten verwenden, wenn man die Näherstoffe in der entsprechenden Grenze behält. Hierzu braucht es nicht nur das Wissen, was der Hund darf, sondern auch das Wissen, was in welchen Lebensmitteln enthalten ist.

Reis ist an dieser Stelle ein gutes Beispiel. Reis wird von Tierärzte recht häufig für die Schonkost empfohlen. Hin und wieder auch Kartoffeln, welche in Kombination mit Reis zum Teil noch besser sind. Eine der Aussagen ist an dieser Stelle, dass Reis dem Körper Wasser entzieht. Richtiger wäre an dieser Stelle eher, dass die Ballaststoffe das Wasser im Darm binden. Damit wird der Kot volumiger. Gerade bei Durchfall soll ja der Kot wieder fester werden und nicht wie Wasser aus dem Hund laufen. Zum anderen füttern die Ballaststoffe die Bakterien im Darm und schaffen damit ein gesundes Milieu. So kann sich dann der Darm wieder aufrappel. Dazu ist Reis arm an Proteinen und Fetten und Reich an Mineralien und Vitaminen.

Bei bestimmten Erkrankungen muss man vielleich auf das eine oder andere Mineral genauer schauen. Reis ist reich an Phosphor, welches man bei Nierenfunktionsstörungen im Auge behalten sollte.

Während bei der Bauchspeicheldrüse Vollkornreis wiederum (in den meisten Fällen) sehr gut vertragen wird. Hier ist eben der geringe Gehalt an Proteinen und Fett ein unschlagbares Argument. Dazu wird der Körper mit Energie versorgt, die durch die Fettreduktion nun durch Kohlenhydrate ersetzt werden müssen. Wie schon erwähnt sind Mineralien, Spurenelemente und Vitamine nicht zu verachten.

Nach der TCM ist Reis auch für Magen, Milz und Lunge angegeben.

Warum hat Reis (neben vielen anderen Getreidesorten) eine so schlechten Ruf? Warum werden diese bei verschiedenen Erkrankungen als pauschal ungeeignet eingestuft? Man darf ja auch nicht vergessen, das Kohlenhydrate immer nur einen Teil der Nahrungsration stellen. Man kann diese Rationen an Erkrankungen anpassen und so für eine Verbessrung des Krankheitsbildes sorgen. Genau dafür ist eine Ernährungsberatung da. Sie soll nicht nur Rationen für gesunden Hunde zusammenstellen - auch wenn das am einfachsten ist, sondern eben bei Erkrankungen und in besonderen Lebenslangen unterstützen. Wenn die Ernährungsberatung gut ist, hat sie die Bedürfnisse der Hunde und der Erkrankung im Hinterkopf und kann entsprechend darauf eingehen. Es geht auch bei Erkrankungen ausgewogen, abwechslungsreich und gesund.

Ich mag Kohlenhydrate. An erster Stelle steht bei uns Kartoffel. Dicht gefolgt von Reis und Haferflocken. Bei den Gemüsesorten steht Möhre bei uns hoch im Kurs. Bei Obst ist es Apfel und Banane. Aber im Grunde fressen meine Hunde inzwischen fast alles und es wird wieder vertragen, was früher durchaus zu Verdauungsproblemen führte. Ich achte auf eine darm- und leberfreundliche Ernährung. Damit unterstütze ich den gesamten Organismus aktiv und das merkt man bei unseren Senioren durchaus immer mehr. Kurweise gibt es kleine Kräutermischungen je nach dem wo es zwackt. Meist die Gelenke. Aber auch für das Gewebe oder speziell für Senioren. 

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