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... sich Fertigfuttermittel genauer anzuschauen

Viele Menschen schauen bei der Auswahl der Futtermittel im Laden auf die Zutaten. Hier scheint es wichtig zu sein, dass es einen hohen Fleischanteil hat und dass die Proteine möglichst hohe Werte haben. Vieles sollte gar nicht enthalten sein. Genauso scheint es wichtig zu sein, dass die Zutaten Lebensmittelqualitäten haben sollte.

Im Grunde ist an diesem nichts auszusetzen, aber ....

 

Ja es gibt ein "aber"

Das größte Aber ist, dass die Werte der Fütterungsempfehlungen nicht zu dem Energiebedarf des Tieres passen. Ganz häufig ist diese Empfehlungen zu niedrig angesetzt. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, den Energiebedarf des Hundes zu errechnen. Wer es ganz schnell und einfach möchte, sollte sich das Tool auf der Seite des Futtermedicus anschauen. Hier kann man auch schnell an den Grundwerten schauen, wie viel gefüttert werden sollte. Daneben gibt es noch andere Seiten, wo man sich den Bedarf des Hundes anschauen kann. Hier sollte man immer noch ein Auge auf das Individuum haben. Ein normal aktives Tier, welches nicht kastriert ist, hat noch einmal einen anderen Bedarf als ein kastriertes. Ein junges normal aktives Tier noch einmal einen anderen als ein Senior. Selbst in der gleichen Gruppe kommt es durchaus zu unterschiede. 

Allerdings sind die Kalorien, als Energierichtwert, nicht alleine ausschlaggebend. Die Werte von Protein, Fette, Faser, Asche und Feuchtigkeit sind ebenso aufschlussreich. Ich persönlich schaue auf diese immer zuerst. Noch bevor ich auf die Zutaten schauen. Nach den Makronährstoffen schaue ich auf die angegebenen Micronährstoffe (Mineralien und Vitamine) ganz häufig sind nicht alle angegeben. Wenn es ganz wichtig ist, wende ich mich an den Hersteller und frage nach den fehlenden Daten, die mir zur Einschätzung der Bedarfsdeckung wichtig sein könnten. Häufig sind die Hersteller ganz nett und hilfsbereit. Wen ich keine Informationen bekomme, fällt dieses Futter bei mir persönlich raus.

Man kann jeder Rechnung nur als Richtwert sehen - zumindest was den Energiebedarf sowie die Bedarfswerte an Makro- und Mikronährstoffe angeht. 

Erst danach schaue ich auf die Zutaten. Was ist drin und wie ist es angegeben. Für mich ist der neuste Trend mit Kräutern ein Graus. Dieses versuche ich so weit wie möglich zu vermeiden. Kräuter sollten zu einander passen und nicht länger als 6 - 8 Wochen gegeben werden. Sind noch andere Stoffe drin, welche nicht so toll sind und auf die man eher verzichten sollte. 

Ich bevorzuge offene Deklarationen, aber das ist - wenn man die Werte hat - ein kleiner Luxus. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass die "billigen Futtersorten" meist die Bedarfsdeckeung eher geben ist, als bei Futtersorten die als höherwertig empfohlen werden. Dies ist auch ein Grund, warum ich selbst eine Mischfütterung bevorzuge. Ebenso rate ich immer dazu die Geschmacksrichtungen oder Hersteller zu mischen. So kann man Defiziete in allen Richtungen ausgleichen. Ob es auf Dauer so funktioniert, kann man allerdings nur sagen, wenn man diese Futtermittel eben einmal genauer bewertet. Gerade wenn man ausschließlich ein Futtermittel und vielleicht auch nur eine Geschmacksrichtung füttert, kann es schnell zu einer Verschiebung in den Vitaminen und Mineralien kommen. Auf Dauer sind diese Verschiebungen nicht gesundheitsfördernd. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, etwas genauer zu schauen und entsprechend ein Futtermittel zu analysieren. 

In und wieder werde ich in den Produkttests Futtermittel in Bezug auf meine eigenen Hunde bewerten. Diese vertragen im Grunde recht viel (wenn man mal von zu vielen Innereien absieht) und fressen so gut wie alles. Hier bewerte ich entsprechend die Analysewerte und die Zutaten. Dieses spiegelt dann meine Meinung wieder und ob ich es bei meinen eigenen Hunde als Hauptfuttermittel oder doch eher nur als Leckerchen einsetzen würde. 

Eine solche Analyse oder auch Bewertung mache ich auch gern für andere Menschen. Ich kann allerdings nicht jedes Futter kaufen und entsprechend Testen, deswegen muss an der Stelle der Anwender sich auch etwas an der Arbeit beteiligen. Allerdings ist es durchaus so, dass ich mich selbst direkt an die Hersteller wende und die entsprechenden Daten recherchiere. Darum muss sich der Tierhalter nicht kümmern.

Es ist im Grunde oder auch im Fazit nie verkerht sich das Futter etwas genauer anzuschaen. Es ist allerdings kein Muss. Die Fütterung ist kein Hexenwerk. Man muss es auch nicht übertreiben, aber es kann auch nicht schaden. Manchmal kann es nützlich und der Gesundheit förderlich sein. 

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