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Unverträglichkeiten sind eher selten und dennoch häufig

Es klingt paradox, aber echte Allergien und Unverträglichkeiten sind recht selten. In vielen Fällen, in denen etwas oder eine Marke/Sorte nicht vertragen wird, liegt es entweder in der Zusammensetzung der Ration oder an der Bakterienbesiedlung des Darmbioms. Ich selbst habe immer mal wieder das Problem und frage mich dann, woran es gelegen hat. Meist ist die Lösung recht einfach. Als Beislpeil mal unsere "Unverträglichkeit" ....

Durchfall nach Dosenfutter ...

Vor drei Wochen hatten meine Hunde plötzlich Durchfall. Ich konnte es mit nicht erklären, doch sah ich beim Gassi hier und da auch andere Unfallhaufen. So dachte ich zuerst an einen Infekt welcher sich gerade im Viertel verbreitete. Der Spuck war nach einem Tag wieder vorbei. Genau eine Woche später das selbe Spiel. Hier kam das erste mal der Verdacht auf das Dosenfutter, welches ich immer Sonntags gegeben hatte. Es erhielt sichtbar einen hohen Anteil an Innereien. Schon beim Verteilen sah ich mehrere Herzen vom Geflügel.

Nun war wieder Sonntag. Ich habe zur Sicherheit schon einmal Joghurt mit Haferflocken zugegeben. Nun schaute ich allerdings auf die Dose und stellte fest, dass der Inhalt fast ausschließlich aus Innereien verschiedener Tiere zusammengesetzt war. Damit hatte sich dann mein Verdacht bestätigt. Mit der zusätzlichen Fütterung an Kohlenhydraten und Milchprodukten blieben die Blähungen am Abend schon einmal aus. Die Hunde kamen auch in der Nacht nicht mit Durchfall um die Ecke. Selbst jetzt am Tag danach gab es kleine Probleme. 

 

Kommt es häufiger vor?

Häufiger als man glauben mag. Viele Hersteller verwenden durchaus hohe Anteile an Innereien. Gerade in Dosen höhere Qualität kann man es durchaus erkennen. Bei Dosen mit geringere Qualität ist es nicht unbedingt zu sehen. Mit etwas Übung kann man es durchaus am Geruch erkennen. Doch wer hat schon die Übung darin?

Meine Empfehlung ist generelle die Ration der Dose mit Obst, Gemüse und Getreideprodunkte zu strecken. Die meisten Dosen reichen oft nicht aus. Die empfohlene Futtermengen als Richtwerte sind bei uns zum Beispiel so, dass der Große Hunde 1,5 große Dosen am Tag benötigen würde, um seinen Energiegehalt zu decken. Inzwischen gibt es für beide Hunde (einmal 12 und einmal 35kg) eine 800g Dose am Tag als Basis, dazu gibt es alles was der Schrank und die Kühlung so hergibt. Außerdem gibt es eine Ration Selbstgekochtes. Insgesamt gibt es bei uns 3 Rationen am Tag. 

Es ist nicht nur der Grund, dass der Innereienanteil und die Fütterungsempfehlung ungünstig sind, sondern auch aus der Tatsache, dass der tiereische Anteil selbst recht hoch ist. Dieses ist aber nicht nur bei Dosenfutter der Fall, sondern generell in Fertigfutter und in den Rationsempfehlungen für BARF oder ähnliches. Für mich mag ich eine 50:50 Aufteilung in den Rationen deutlich lieber. Manchmal ist weniger tierischer Anteil eben doch besser. 

 

Und jetzt

Durchfall oder auch andere Verdauungsprobleme sind oft der Anfang vom Ende. Für viele Hundehalter sind diese Beschwerden ein Symptom für Allergien oder Unverträglichkeiten. Eine große Suche beginnt und der Glauben, dass der Hund nichts mehr verträgt nimmt zu. Es wird immer exotischer, was die Futtermittel angeht. 

Mit etwas Glück wird das Darmbiom pauschal aufgebaut und der Körper "entgiftet". Allerdings wird das Biom selten genauer gecheckt, so dass man schauen kann was zuviel oder zu wenig ist, um den Darm gezielt zu unterstützen. Selten wird ein Blutbild zu den Organen gemacht, so dass man schauen könnte, ob Leber oder Niere wirklich eine Unterstützung (Entgiftung) benötigen.

Mein Rat ist dann immer: Gestaltet die Fütterung anders. Schaut, ob es einen Fehler in den Rationen gibt. Ernährt den Hund biomfreundlich. Geratet nicht bei jedem Durchfall in Panik, bleibt entspannt und reflektiert, was es zu futtern gab. Gab es hier eine Abweichung? War etwas anders? Selbst ein Leckerchen könnte an der Stelle interessant sein. Gibt es noch weitere Symptome? Wie schnell ist der Durchfall wieder weg? Oft ist es eine klitze kleine Kleinigkeit, wie bei uns eine Dose, welche wir sonst nicht gegeben und die es auch nur gab, weil wir einmal etwas anderes wollten.

Sollte der Durchfall länger andauern, es sich um ein junges oder schwaches Tier handelt, sollte der Tierazt konatktiert werden. Eventuell benötigt das Tier eine Infusion um den Feuchtigkeitshaushalt auszugleichen. Ebenso ist der Tierarzt eine gute Sache, wenn das Allgemeinbefinden sich stark verändert. Wenn der Hund dann einen Tag nicht fressen möchte, ist es nicht schlimm. Ja das ist sogar gut und normal. So kann Magen und Darm erst einmal zur Ruhe kommen. Meine Hunde sind in solchen Tagen genauso verfressen wie immer. Wenn sie nichts bekommen, gehen sie auf die Suche und versorgen sich selbst. Hier gibt es ganz eventuell einen Tag Schonkost, aber eigentlich füttere ich ganz normal weiter.

Im Fazit lässt sich an dieser Stelle sagen, dass wir diese Dosen nicht noch einmal ordern werden. Allerdings haben wir auch noch 3 davon. Diese werden wir auch noch zu Ende füttern und wie jetzt getestet bewusst direkt aufwerten und so verlängern. So können die Werte und Inhaltssoffe der Ration verändert werden und die Durchfall auslösenden Stoffwechselprodkute abgemildert werden. Solltet ihr also in diese Situation kommen, schaut ob eine andere Marke/eine anderes Futtermittel oder andere Zusammensetzung zu den selben Problemen kommt. Es muss nicht immer sofort eine Ausschlussdiät sein. Ein bewussteres Füttern mit entsprechender Qualität kann schon aussreichen. 

 

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