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Wie geht das mit der Beratung?

Ich sage immer: Ernährung ist kein Hexenwerk, dennoch ist sie nur so gut, wie die Nährstoffe, die man zur Verfügung stellt/hat. Leider gibt es so viele Modelle, Konzepte und Ansichten, dass einem einfach nur schwindelig wird, wenn man sich das etwas länger anschaut. Manchmal kann man über Aussagen schmunzeln. Dann gibt es die, wo man sich das etwas länger überlegt, ob man etwas sagt. Allerdings gibt es auch die, wo man etwas zu sagen muss, weil es durchaus gefährlich enden kann.

Für mich und meine Tiere ist das Thema Ernährung wirklich unkomplziert geworden. Dennoch habe ich ein Auge auf die Nährstoffzufuhr und ja es gibt die Zeit, wo ich dann doch einmal rechne, ob wirklich alles passt. Dies meist, wenn die Hunde moppeln oder ich wieder rasant an Gewicht verliere. Aber was ist nun wichtig? Worauf sollte man als Hundehalter achten? Wann lieber reiß aus nehmen?

 

Braucht es wirklich einen Berater und wenn ja, welcher ist am besten?

Meine Antwort ist da ein klares "Jein". Eigentlich braucht es keinen Berater, wenn man sich selbst etwas mit seiner Ernährung beschäftigt hat. Ernährt man sich selbst ausgwogen, frisch und abwechslungsreich, dann draue ich diesen Menschen auch zu, dass sie es schaffen mit etwas Wissen und Bauchgefühl ihren Hund entsprechend ausgewogen zu ernähren. Natürlich kann es auch hier nicht schaden mal einen Berater grob über die Rationen schauen zu lassen, ganz besonders was die Bedarfswerte und die Istwerte angeht. Aber häufig reicht da eine Beratung mit einer recht kurzen Nachbetreuung.

Hat man aber eher keine Erfahrung und ernährt sich auch selbst eher etwas "unausgewogener" oder gar einseitig, dann kann es nicht schaden, sich ausführlicher beraten zu lassen. Es reicht eben nicht, einfach nur etwas Fleisch mit Obst und Gemüse in den Napf zu tun oder nur eine Dose/Tüte aufzureißen. Bei den Fertigfuttermitteln ist man allerdings durchaus noch auf der besseren Seite, auch wenn es dort in der Deckung der Nährstoffe durchaus große Defizite bestehen können. Oft reicht eine Beratung mit einer entsprechenden Nachberteuungszeit und man hat wenigstens die Grundlagen, an denen man sich entlanghangeln kann. Wenn man dann vielleicht ein oder zweimal im Jahr eine Kontrolle der Fütterung (hier empfiehlt es sich die Fütterung von einer Woche oder einen Monat zu nehmen) um auf der sicheren Seite zu sein. So eine Rationsprüfung ist meist gar nicht so teuer. 

 

Muss ich mich an ein Konzept binden?

Nein man muss sich nicht binden. Ich selbst bin ein überzeugter Allesfütterer. Allerdings hängt es etwas vom Hund ab. Machne Vertreter vertragen eine Mischfütterung einfach nicht oder nicht direkt. Manchmal kann man diese Hunde langsam umstellen. Es hat für mich den eindeutigen Vorteil, dass Fertigfuttermittel oft in den Nährstoffen etwas überdosiert sind. Wenn ich nun selbst gekochtes oder rohes dazu gebe, verschwimmt es etwas. Im Grunde kann ich hier relativ sicher sein, dass der Hund alles bekoommt, was er benötigt und in den richtigen Mengen. Wie schon erwähnt, um sicher zu gehen, kann ich mir die Ration berechnen.

Wer sich nun angesprochen fühlt und sein Konzept - sei es Kochen, BARF, Prey, Komponenten oder ein bestimmter Hersteller - verteidigen möchte, kann erst einmal wieder ausatmen. Denn es spricht nichts dagegen. Im Grunde ist auch die Mischfütterung ein Konzept, welches unter dem Namen ABAM zu finden ist. Dennoch sollte man erwähnen, dass ein Konzept nur so gut sein kann, wie die Zusammenstellung der Rationen. Dazu kommt es immer darauf an, was der Hund verträgt. Es gibt sie tatsächlich, die Hunde, die BARF nicht vertragen oder nach einem ausgeklügelten Prey - Plan dennoch schwerste Leberprobleme entwickelt haben. Aber auch hochgelobte Fertigfuttermittelkonzepte halten nicht immer, was sie versprechen. Ich habe alles schon gesehen, erlebt und "gerettet".

Alles in allem ein Grund, warum ich in der Ernährungsberatung unabhängig bleiben möchte und mich nicht für eine Ausbildung als BARF - Berater entschieden haben. Meine Aus-, Weiter- und Fortbildungen werden deswegen auch weiterhin immer breit gefächert bleiben. 

 

Wie berechne ich die Rationsgrößen und wie teile ich sie auf?

Ich schaue mir gern Rationen und Pläne von meine Kollegen - aber auch von Tierärzten - an. Manchmal - gerade im Bereich der BARF - bin ich über die Rationen und deren Zusammensetzung überrascht. Auf der einen Seite beschweren sich die Menschen über die Massentierhaltung und auf der anderen Seite enthalten Tagesrationen durchaus schon über ein Kilogramm Fleisch. Ein hoher Fleischanteil wird immer noch als das beste überhaupt angepreisen, da der Hund ja vom Wolf abstamme. Dafür sind dann Obst, Gemüse oder Getreide nur Füllstoffen, womit der Hund nichts anfangen kann.

Schaue ich auf meine Anfangszeit zurück habe ich mir die Rechnungen für die Mengen und Aufteilungen des Futters meiner Tiere durchaus auch sehr kompliziert gemacht. Das rechnen mit dem Dreisatz konnte ich im Schlaf. Das Problem war nur, dass ich dabei weder der Aktivität, der Größe (dem Gewicht) meiner Hunde, der Tatsache der Kastration noch sonst irgendetwas einbezogen habe. Ich habe auch nicht wirklich dauf die Proteine der pflanzlichen bestandteile noch auf Fette, Kohlenhydrate, Mineralien, Vitamine oder ähnliches geachtet. Einfach die 20:80 Regel von 2% des Körpergewichtes. Nein ich musste mich da nicht wundern, dass meine Hunde moppelte. Aber genau diese Rechnungen gibt es heute immer noch zu Hauf und werden genauso empfohlen. Meist mit dem Satz, dass es keinen Berater braucht, eben alles nur in den Mengen in den Napf, dass passt dann schon.

Heute habe ich danke verschiendener Konzepte von verschiedenen Anbietern eine sein einfach Formel, die einiges berücksichtigt und keine Dreisatz benötigt. Es rechnet sich schneller und spart damit Zeit. Auch die Aufteilung ist deutlich einfacher und es ist nichts in Stein gemeißelt. Ich persönlich mag den hohen Fleischanteil in der Fütterung gar nicht. Meiner Meinung nach ist hier weniger mehr. Dies liegt aber durchaus auch daran, dass ich mich deutlich intensiver mit den Nährstoffen der einzelnen Lebensmittel beschäftigt habe und damit durchaus sagen kann, dass gewisse Pflanzen da sehr wertvoll sein können. Das böse Getreide - mit dem der Körper nichts anfangen kann oder es viel schwerer in der Verdauung hat - ist voller Mineralien und Vitaminen. Es enthält Ballaststoffen und weitere sekundäre Pflanzenstoffe, welche für unsere Köper nützlich sind. Sie sättigen und helfen bei der Verdauung mit, in dem sie die guten Bakterien im Darm füttern, welche dann für einen besseren Stoffwechsel sorgen. Zu viel Proteine füttern auch Darmbakterien, aber eher die, die wir nicht unbedingt haben möchten. Es kommt auf die Verhältnisse an und auch wenn wir nur fünfizig Prozent aus tierischen Lebensmitteln nutzen ist der Proteinbedarf des Hundes ohne Probleme zu decken, denn der ist durchaus geringer, als man glauben mag. Wenn man lustig ist, kann man diesen durchaus aus einer reinpflanzlichen Kost decken, denn dem Körper sind nur die Aminosäuren wichtig, nicht welcher Herkunft diese sind. Proteine aus Fleisch sind nur den eigenen ähnlicher und haben damit eine leichtere Verdaulichkeit.

Es muss auch nicht immer roh sein. Denn es ist nicht so, dass die Nährstoffe jetzt groß verloren gehen, wenn man die Lebensmittel gart. Der Verlust ist eher gering. Wenn man dann die Garflüssigkeiten noch mit verarbeitet, wird dieser noch geringern.

Aber womit rechnent man nun für die Rationen? Viele gehen von der Menge des unverarbeiteten Lebensmittel aus. Sozusagen vom rohen Sück. Ich persönlich nehme für die Berechnung durchaus eher das, was ich wirklich vor mir habe. Wenn ich also das Fleisch koche, dann lege ich für die Berechnung auch das gekochte Fleisch zu grunden. Hier ist es egal ob es für die Zusammenstellung der Rationsmenge oder die Berechnung des Bedarfes ist. Allein wenn man sich die Nährstoffangaben von beiden Vergleicht, weiss man warum es besser ist, dieses zu unterscheiden.

Ich entschuldige mich an dieser Stelle, dass ich hier keine Rechenwege zur verfügung stelle. Aber als Ernährungsberater wäre es etwas fatal, wenn ich alles ausplaudere. Ebenso dass ich keine genaue Zusammenstellung von Rationen und die Berechung selbiger - hier ist dann der Dreisatz wieder da - zur Verfügung stelle. Sonst müsste ich keine Beratungen in diesem Bereich anbieten. Wer mich aber kennt, der weiß dass ich zu meinem Motto "Ernährung ist kein Hexenwerk" stehe. Im Monat Dezember - dazu wird es die nächste Woche etwas in den News geben - darf man mich gern testen. Dort erlasse ich für die Online - Ernährungsberatung die Beratungsgebühr und berechne nur die gewünschte Leistung in der Beratung. 

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