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Der feste Platz für die Fellpflege

Ich, für mich, muss gestehen, dass ich mir darüber auch lange keine Gedanken gemacht habe. Meine Hunde wurde da gebürstet, wo ich sie gerade im Haus erwischt habe. Mal im Wohnzimmer, mal im Esszimmer oder auch mal im Garten, immer da wo es gerade passte. 

Ja ich hatte da auch so meine Problemchen, wenn die Herrschaften keine Lust mehr hatten, sind sie gegangen. Meist war es schon der Punkt, wenn ich nur den Koffer mit dem Werkzeug holte. Ganz vorbei war es, wenn man das Bad vorbereitete, weil sie mal wieder zu staubig und dreckig waren. 

Nun haben wir eines unser Bäder umgebaut. Seit dem nutze ich nur noch diesen Raum für die Pflege. Aber Begeisterung sieht anders aus. Warum ist das so?

 Pflege muss man üben ...

Die Vorbereitungen

Die Fellpflege muss man genauso üben, wie einen Rückruf. Wenn man sich nun immer und überall mit der Fellpflege am eigenen Vierbeiner beschäftigt, kann man keine Routine herstellen. 

Für die Routine oder auch das Ritual der Fellpflege braucht man kein eigenes Zimmer oder einen Trimmtisch irgendwo im Haus. Das wäre für alle vermutlich das Tollste, aber kaum jemand hat wirklich die Möglichkeit dazu. Diese Möglichkeit habe ich auch nicht. Auch wenn ich nun auf eines unserer Bäder ausweiche, muss ich mir dort erst einmal alles aufbauen und alles zusammensammeln, was ich brauche. 

Ein Handtuch, eine Decke oder eine andere Unterlage kann als Ankündigung für die Fellpflege schon ausreichend sein. Für einen kleinen Hund kann man dieses auf einen Schreib- oder Esstisch legen. Diese haben meist eine rückenschonende Höhe. Auch die Anrichte in der Küche könnte gehen, wenn man möchte. Ein klappbarer Trimmtisch wäre natürlich der absolute Luxus. Größere Hunde kann man auch bequem auf dem Boden pflegen. 

Man sollte allerdings immer den selben Raum und nach Möglichkeit auch den selben Platz in diesem Raum verwenden. Auch das macht es vielen Hunden einfacher. 

Die ersten Schritte

Machen Sie am Anfang nicht gleich zu viel. Bauen Sie diesen Platz erst einmal positiv auf. Hier sollte bei den ersten malen gar nichts passieren. Leckerchen geben, das Futter dort fressen lassen oder etwas zu knabbern kann helfen. Dies wiederholt man einige Male am Tag und mehrer Tage hintereinander.

Danach legt man die Werkzeuge dazu. Allerdings liegen diese erst einmal nur da. Sie werden nicht benutzt. Sondern wie im Schritt davor, passiert erst einmal nichts. Hier kann man schon beginnen, ein Kooperationssignal aufzubauen. Zum Beispiel kann ein kleineres Tuch als Target für die Pfoten dabei sein. Wann immer der Hund mit den Pfoten darauf steht, macht man etwas mit dem Hund, gehen die Pfoten runter geschieht nichts mehr. Da gibt es viele Möglichkeiten. 

Wenn dieses sicher und entspannt klappt, dann kann man nun beginnen und eine Bürste oder einen Kamm dazu nehmen. Wann immer der Hund nun das Kooperationssignal zeigt, wird vorsichtig - vielleicht auch nur oberflächlich gearbeitet. Wird das Signal vom Hund beendet, gibt es eine klitzekleine Pause und der Hund wird aufgefordert, das Signal erneut zu zeigen. Man sollte die Einheit immer beenden, wenn der Hund die Kooperation noch halten kann. Zu viel kann alles wieder kaputt machen. 

Das ganze baut man dann einfach Schrittweise aus. Man kann es sich durchaus von einem Trainer zeigen und sich unterstützen lassen. Gerade die Trainer aus dem Netzwerk "Trainieren statt Dominieren" können ihnen dort viele kleine Tricks und Möglichkeiten zeigen. 

Weitere Hilfen

Ich selbst habe einzige Exemplare. Wenn es ziept oder ähnliches, haben meine Tiere schon keine Lust mehr zu kooperieren. Hier helfen entsprechende Pflegemittel und Werkzeuge. Kämmhilfen (manchmal auch als Detangle oder Entfilzungssprays erhältlich, aber auch Conditioner welche im Fell verbleiben können sind geeignet) und sehr grobe Kämme für den Anfang. Man arbeitet das Fell immer von grob zu fein. 

Sind die Tiere sehr ungeduldig, ist es ratsam sich die Arbeit aufzuteilen und nicht den ganzen Körper auf einmal machen zu wollen. Dann ist es eben an einem Tag die Hose, am nächsten Tage der Kragen und so weiter und sofort. Wenn das Tier merkt, dass man ihm nichts will und alles dafür tut, dass es keine Schmerzen bei der Prozedur hat, wird es immer mehr aushalten können, bis eine vollständige Pflege möglich ist. 

 

Im Salon beim Hundefrisör

An dieser Stelle muss ich den Vorteil des Salons einmal hervorheben - auch wenn ich lieber mobil unterwegs bin: hier gibt es feste Plätze. Das Bad findet immer an der gleichen Stelle statt. Der Tisch für alle anderen Arbeiten steht auch immer an der selben Stelle. Dieses gibt den Hunden einen feste Routine. Da es dann auch immer die selbe Person ist, welche das Tier betreut, stellen sich dort auch - wenn auch unbemerkt - kleine Rituale ein. Diese Rituale helfen Hund und Groomer. Auch wenn dort eben noch andere Hilfsmittel zur Sicherung und zur Einschränkung der Bewegung zur verfügung stehen. Zwar wird hier auf Kooperationen geachtet, aber oft nur so weit es eben geht und man es leisten kann. 

 

Im mobilen Einsatz

Auch im mobilen Einsatz steht mir vieles zur Verfügung, was im Salon einen festen Platz hat. Auch ich habe die Möglichkeit das Tier auf meinen Tisch zu fixieren. Muss aber gestehen, dass ich es sehr ungern tue. Kommt dann schon einmal vor, dass meine Halterungen gerade nicht dabei sind oder noch in der Reinigung und ich dann auch schon mal improvisieren muss. 

Genau an dieser Stelle zeigt es sich dann, wie gut die Pflege zwischen den Terminen stattfindet und wie nützlich die heimischen Rituale sind. Hunde mit denen die Pflege von Anfang an entsprechend geübt wurde, stehen oft sehr ruhig und sicher auf dem Tisch. Während die, die mal hier und mal da oder eher nur mal zwischendrin oberflächlich gepflegt werden - meine Tiere im übrigen eingeschlossen - ziemlich pinzig und zappelig sind. 

Fazit

Ich gestehe, meine Hunde möchten entweder gar nicht erst ins Bad oder versuchen bei der ersten Gelegenheit zu fliehen innocent Also machen Sie sich keine Vorwürfe und machen sich einfach an die Arbeit. Üben ist keine Arbeit, es macht sogar Spaß. Es erleichtert die Arbeit und macht es allen einfacher. Ich muss in der nächsten Wochen einmal Videos schneiden, in denen sie dann einmal in mein Badezimmer schauen können, wenn Katze oder Hund in einer kleinen Übungseinheit gepflegt wird. 

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