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Katzen pflegen sich selber ...

Ich bin immer wieder überrascht, wir unterschiedlich die Halter von Katzen und Hunden sind. Bei den ganzen Unterschieden sind sie sich allerdings auch wieder sehr ähnlich. Bei den einen Haltern findet man einen Schrank voller Pflegemittel plus ein ganzes Sortiment an Kämmen und Bürsten. Die andere Fraktion ist der Meinung, dass die Katze sich allein pflegen kann. 

Hier ist es immer noch einmal - und da sind sich die Halter unglaublich ähnlich - ein Unterschied, ob das jeweilige Tier auf einer Ausstellung bewertet wird oder nur ein Haustier ist. 

Es nimmt aber durchaus witzige Züge an, obwohl diese eigentlich weniger lustig sind. So brachte mir der gestrige Tag einige Erkenntnisse ...

Katzen hassen Pflege ...

Diesen Satz lass ich gestern, als ich für ein anderes Thema recherchierte. Hier ging es um Shampoo und andere Pflegemittel, sowie um Sulfate, Silikone, Parabene und so weiter und sofort. 

Die obige Aussage stammte aus einer Rezension zu einem Shampoo für Welpen. Die Käuferin hatte vorher noch die Frage gestellt, ob man dieses Shampoo auch für Katzen verwenden könne. Dieses wurde vom Verkäufer oder Hersteller bejaht. Nun wollte die Dame scheinbar ihre Katzen ohne große Vorbereitung baden. Dies endete natürlich in einer Katastrophe. Die Katze schrie und wehrte sich, so dass danach das gesamte Bad gereinigt werden musste. Eigentlich logisch. Auch Katzen müssen die Pflege - somit auch das Baden - erst einmal üben. Obwohl baden wohl immer eine größere Herausforderung sein dürfte. Ich persönlich würde dort auf ein sogenanntes Trockenshampoo zurückgreifen. Diese sprüht man nur ins Fell, wenn es denn überhaupt sein muss. 

 

... im Sommer immer geschoren ...

Diese Aussage aus einer Kleinanzeige hat mich etwas schockiert. Warum wird eine langhaarige Katze jeden Sommer geschoren? 

Ich kenne eine Main Coon Halterin, welche immer einen mittleren Anfall bekommt, wenn eine der Damen einige Kletten im Fall hat. Da wird alles versucht, nur rausschneiden kommt gar nicht in Fragen. Zum Glück gibt es hervorragenden Entfilzer. Dennoch ist tägliches bürsten und kämmen Pflicht. 

Im Zuge dieser Anzeige erinnerte ich mich an eine Anfrage. Dort ging es auch um ein sehr verfilztes Tier. Die Halterin hatte sich selbst schon an einer Schur versucht und musste abbrechen. Da stellte sich mir die Frage, wie es soweit kommen konnte.

 

Unsere Pauline ist ein lebendes Beispiel

Meine Katze ist inzwischen geschätzte 18 Jahre alt. Sie sieht seit einer Zeit wirklich fies aus. Ich mache mir da jetzt auch keine großen Gedanken, sie wird nicht ewig leben. Sie frisst noch gut und ist immer noch gern draußen, kommt wenn sie Lust hat zum Kuscheln und hat sich auch sonst nicht wirklich verändert. 

Ihr Fell sah halt in letzter Zeit schlimm aus. Ich kämmte sie schon öfter mal kurz. Als halb verwilderte hat sie es nie wirklich gelernt und diese Prozedur hat immer etwas von Laufen in einem Mienenfeld. Man weiß nie, wann es explodiert. Aber kurze Pflegeeinheiten gingen. 

Nun hatte ich vor einigen Tagen eine Filzstelle am hinteren Rücken entdeckt. Verwundert hat es mich nicht. Pauline ist alt und kommt dort wohl nicht mehr so ran. Kurzerhand habe ich mir Kamm und Unterwollerechen geholt. Mein Entfilzerspray bereit gestellt und die Katze aus dem Garten gefischt. 

Katze auf den Tisch gestellt. Spray auf die Stelle gesprüht und kurz einwirken lassen und in die Fellstelle massiert. Da war es dann der guten Pauline schon zu blöd. Also noch mal anders festgehalten und den Kamm geschnappt. Schon beim ersten Versuch liess sich der Filz recht gut ausbürsten. Die Prozedur musste ich dennoch wiederholen, damit es nicht zu sehr ziept. Nachdem ich mit dem Kamm die Filzplatte aufgelöst und entfernt hatte, war ich doch etwas baff, was so noch an Fell mit gekommen ist. 

Wenn ich das Tierchen also schon einmal auf dem Tisch habe, dann direkt weiter. Mit dem Rechen habe ich sie dann noch einmal durchgekämmt. Danach noch einmal mit dem Kamm. Eigentlich solang ich unsere Kratzbürste sicher halten konnte und sie nicht zu deutlich machte, dass sie es jetzt gar nicht mehr will. Mienenfeld halt. Ich kann sagen, das meiste lose Fell ist raus und ich bin unverletzt. 

Fazit

Unsere Katze schafft es nicht mehr sich alleine richtig zu Pflegen und braucht Hilfe. Das bedeutet allerdings, dass sie nun einmal die Woche auf den Tisch kommt. Wir werden es nun wieder täglich etwas üben, damit ich nicht jede Woche um meine Gesundheit fürchten muss. Leider hat man es versäumt, ihr beizubringen, wie sie klein war. Vielleicht hat sie es auch vergessen, wie sie draußen lebte. Als Pauline uns adoptierte war sie ja bereits geschätzt 11 Jahre alt. 

Ich kann nur raten, dass man - auch bei kurzhaarigen Rassen - schon früh mit einem Pflegetraining beginnt. Man weiß nie, wann man es einmal brauchen wird. Vielleicht wird es tatsächlich erst im hohen Alter interessant. Vielleicht gerät ein Freigänger auch mal ein eine mistige Lage und muss Hilfe beim Putzen bekommen. Eine Verletzung, welche einen Kragen nötig macht, kann auch ein Grund für eine intensivere Pflege sein. 

Man muss für Bürsten und Kämme nicht auf das begrenzte Sortiment für Katzen zurückgreifen. Ich nutze für Hunde und Katzen die selben Bürsten und Kämme. Wenn ich mich recht erinnere gibt es für Katzen nur einen Unterwollekamm von Furminator, aber keinen Unterwollrechen. Den Unterschied habe ich bereits in dem Blog - Unterwollkamm vs. Unterwollrechen beleuchtet. Ich mag den Rechen (siehe Bild) lieber, weil dieser das Deckhaar absolut in Ruhe lassen und dieses im Zweifel nicht schneidet. 

Katzen sind zwar sehr selbstständig, aber mit der richtigen Motivation lernen sie recht schnell. Normal mag ich ja die Kooperationen zwischen mir als Mensch und dem Tier. Aber in Situationen wie gestern muss ich leider dann auch einmal darauf verzichten. Wie man Katzen - und auch Hunde - die Pflegemaßnahmen schmackhaft machen kann, werde ich an anderer Stelle noch einmal erläutern und zeigen. 

Wenn ihr es euch also nicht alleine zutraut, euer Kätzchen zu pflegen oder nicht wisst, wie ihr es am besten anstellt, dann sprecht mich gerne an. Ich zeige und erkläre es euch. Auf helfe ich euch gern durch diese Prozedur. Selbiges trifft im übrigen auch auf Kaninchen, Meerschweinchen oder andere Haustiere mit Fellen zu. Ich kümmere mich da um alle Plüschpopos und nicht nur um unsere Hunden. Jedes Fell braucht eben seine Pflege. 

 

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