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Wenn Futter als Einkommen gesehen wird ...


Ich gestehe, ich setze mich hin und wieder mit dem einen oder anderen MLM Vertriebsnetzwerk auseinander. Besonder dann, wenn es sich eignen würde, ein zusätzliches Einkommen zu erzielen. Eines habe ich schnell festgestellt: Futtermittel schließt man besser aus.

Kritisch ist hier weniger das Direktmarketing oder die Art des Kundenfanges, als die Beratung. Es wird sich auf Philosophien berufen, welche oft verführerisch klingen. Aber von dieser weiß ich nicht, wie gesund die Ration in Wahrheit ist. Die Kommunikation ist gern etwas schwierig. Die Berater und Vertriebspartner sind mit gezielten Fragen schnell überfordert. Die Personen, welche die Informationen hätten, verweisen auf die Philosophien.

Ein Kreislauf. Ein Geheimnis, welches streng gehütet wird. Ein kleinwenig unlogisch, denn bei der offenen Deklaration kann man sich durchaus den Durchschnitt aus den frei zugänglichen Datenbanken im Internet zusammentragen. Das ist etwas Arbeit, die sich kein Nahrungsberater freiwillig machen mag. Darum fragt man ja bei den Herstellern, Beratern oder in den Vertrieben nach. 

Gefragt habe ich inzwischen drei MLM Futtermittelvertriebe. Von diesen gab es Menschen, welche mich in ihre Downline werben wollten. Ein angenehmes zusätzliches Standbein für mich, als THP und Ernährungsberater. Das Einkommen, dass sich fast von allein, nur durch die Empfehlung generiert. Klingt verführerisch, aber ich bin ein Mensch, der mehr wissen möchte.

Wie soll ich etwas empfehlen, wenn man mir sagt, dass ich mich darauf verlassen kann, dass alles passt, gesund ist und das man mit Medizinern oder Ernährungsberatern zusammenarbeitet? Ein gebranntes Kind scheut das Feuer. Wie soll ich, die Klienten ohne Informationen beraten? Wie kann ich entscheiden, ob ein Futtermittel meine Kriterien von empfehlenswert erfüllt, wenn mir wichtige Analysen fehlen? Wie darf ich Fütterungsproblemen auf die Spur kommen, wenn ich nicht weiß, welche Elemente oder Vitamine, in welcher Menge durchschnittliche in dem Futter vorhanden sind? 

 

3 Anbieter, drei Verhalten 

Auf Anfrage bei Anbieter Nummer 1 - Anfang letzten Jahres – in einem direkten Fall, bekam ich die gewünschten und benötigten Daten. Dem Hund konnte schnell geholfen werden. Das Schlimmste verhindert und die Gesundheit soweit wieder hergestellt. Das ging dann erstaunlicherweise unkompliziert und schnell.

Nummer 2 sieht es als Philosophie, dass man Analysen nicht verschickt, denn man könne schon vertrauen, dass alles gedeckt ist und passt. Nicht nur schwierig, sondern ungünstig, als Werbung. Wie soll man die Vorzüge eines Futters oder eines Ernährungsplans hervorrufen, wenn man nur etwas über die Rohstoffe und Herstellung weiß. Man kann nur sagen, ja der Bedarf ist gedeckt, weil ... Ja warum? 

Der Dritte in der Runde, verwies auf einen Katalog und eine Website. Auf die Nachfrage nach weiteren Informationen und Analysedaten kam gar nichts mehr. Keine Reaktion. Was man davon halten soll, kann jeder Mensch für sich entscheiden. 

 

Was ist mein persönliches Ergebnis

Bisher konnte ich bei keinem Futtermittel etwas Gutes finden. Schon mit den wenigen Daten, welche man im Netz zur Verfügung stellt, kann man rechnen. Bei allen Futtermitteln fiel auf, dass die Fütterungsempfelungen nicht den Energiebedarf decken. Es muss entsprechend mehr gefüttert werden. Meist deutlich mehr, als angegeben. Die Proteinmengen in der Trockenmasse sind zum Teil bei fünfzig Prozent. Auf meinen 30kg Hund gerechnet, würde der Proteingehalt zum Teil bei 160 – 180% zu liegen. So gesehen deutlich über den Bedarf. Fette sind ebenso recht hoch in der Trockenmasse. Die Kohlenhydrate dabei eher niedrig.
Ob dieser Zusammenhang mit einer Überlastung der Nieren zusammenhängt, ist zwar umstritten. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Leber mit der Umwandlung oder Speicherung der Aminosäuren beschäftigt ist. Wenn mehr Aminosäuren vorhanden sind, als gebraucht, dann werden diese über die Nieren wieder ausgeschieden. Genau da liegt die Krux. 

In der Philosophie wird immer davon ausgegangen, dass Tiere keine oder nur wenige Kohlehydrate brauchen. Darum sind die Rezepturen oft recht fleischlastig. Die Argumentation geht dahin, dass Hunde eher keine oder schlechter die pflanzlichen Proteine aufschlüsseln oder verdauen können. Haben wir jetzt ein Tier mit einem Lebershunt, so kommen diese mit vegetarische Ernährung besser zurecht. Dieser Zusammenhang zeigt, dass Hunde durchaus aus pflanzlicher Kost, Nährstoffe synthetisieren können. Wahr ist in diesem Zusammenhang, dass Nährstoffe aus tierischer Herkunft oft besser und damit schneller verstoffwechselt werden.
Nehmen wir durchschnittliches Rindfleisch. Dieses hat im Grunde zu wenig Protein und zu viel Fett. Das ist nicht gesünder. 

Aus diesem Grund kommt für mich kein Futtermittel zur Empfehlung in Frage, welches ich nicht berechnen kann.
Sicher diese Berechnungen sind individuell betrachtet noch einmal anzupassen. Man muss schauen, wie das Verhalten des Tieres ist. Dazu die Gewichtskurve im Auge behalten und eben das Aussehen des Hundes. Wenn die Hüfte verschwindet, ist das Futter im Gehalt oder in der Menge des individuellen Hundes zu viel. Doch wenn der Bedarf bei einem Hund mit 30 kg nicht gedeckt ist, dann ist dieses ebenso nicht bei 10kg. Wenn die Fütterungsmenge den rechnerischen Energiebedarf nicht gedeckt ist, dann wird es sich meist nur um wenige Gramm verschieben.
Aber dennoch gibt eine solche grobe Berechnung durchaus einen Anhaltspunkt, ob es passt oder nicht. Ein Durchschnittswert kann hilfreich sein, auch wenn es sich jahreszeitlich verändern kann. 

 

Rechnest du für dich auch? Mach doch die Ernährung nicht so wissenschaftlich

An dieser Stelle kann man diskutieren, dass man ja für sich die Ernährung auch nicht durchrechnet oder dass es ja durchaus verschiedenen Bedarfswertlisten gibt, wenn man in andere Länder schaut. Das ist richtig. Aber dennoch haben diese Listen einen Grund, denn sonst würde man in der Futtermittelherstellung nicht mit diesen arbeiten. Dazu kann man für sich als Mensch mehr als nur die Kalorien im Auge behalten. Selbst für uns gibt es Empfehlungen, wie viele Proteine pro Tag wir benötigen und wann es zu viel für die Niere wird. 

Ernährung ist kein Hexenwert, aber es ist gut, diese nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Bei einer ausgewogenen Fütterung wird man nicht unbedingt in einen Mangel geraten. Da aber die Mineralien sich gegenseitig stützen oder hemmen, was die Aufnahme angeht, sollte man schon darauf achten, was man füttert.
Ich bevorzuge immer noch ABAM und unsere Tiere bekommen alles, was sie brauchen in ausreichender Menge. Aber dennoch rechne ich es zwischendrin immer mal nach, ob alles passt. Meist dann, wenn die Jungs anfangen zu Moppeln. Aber wenn ich über ein neues Futter stolpere, schaue ich mir das durch aus genauer an. Ebenso, wenn ich Produkte zum Testen bekommen. 

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