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Tierrunde – Fragestunde – Fellverlust

Früher habe ich Wanderungen und Social Walks angeboten wo man mir auf der Hunderunde alle Fragen, welche einem auf den Nägeln brannten, stellen konnte. Ab jetzt habt ihr die Chance mir Fragen zu schicken oder zu stellen. Einmal in der Woche werde ich eine beantworten. Die Facebookgruppen sind ebenfalls voll mit Fragen, welche man sich durchaus einmal genauer zuwenden kann.

Heute mal eine Frage aus der Pflege. 

 

Mein Hund verliert büschelweise Unterwolle ...

Die Frage wird gerade sehr häufig gestellt. Logisch der Frühling kommt definitiv. 

Schauen wir uns zuerst einmal das Antwortspektrum an. Die Frage wird in der Hauptsache im Themenkreis »Gesundheit« gestellt. 

So ist es nicht verwunderlich, dass als erstes der Rat zu einer medizinischen Untersuchung kommt. Hier wird auf die Schilddrüse hingewiesen. Gefolgt von Allergien und Fütterungsproblemen. Parasiten und Pilzinfektionen sind ebenfalls in den Antworten zu finden.

Daneben kommen direkt die Ratschläge von Nahrungsergänzungen und Heilmitteln. Öle und Hefeprodukte führen die Liste an. Aber auch homöopathische Mittel in einer hohen Potenzierung mit unwirklichen Einnahme Empfehlungen sind zu finden. Nicht ungefährlich so etwas zu empfehlen, ohne das Tier jemals untersucht zu haben. 

Was mich bei diesen Antworten verwundert ist, dass niemand auf das am nächsten liegende Phänomen kommt: Den Fellwechsel

Es ist Frühling. Es ist durchaus normal, dass ein Hund büschelweise seine Unterwolle verliert. Der zieht den Mantel aus und das T-Shirt an. Im Frühling und im Herbst wäre mein erster Vorschlag immer: ordentlich bürsten bzw. die Unterwolle mit dem richtigen Werkzeug rausholen. 

An dieser Stelle kommt meist die nächste Frage: Das Fell sieht so stumpf aus. Wieder werden Nahrungsergänzungen in Form von Öl empfohlen. Auf die Idee, einmal zu fragen »Womit bürstest du deinen Hund?« kommen die wenigsten. Wenn ich einen Vertreter mit einem langen Fell habe, welcher mit einem Furminator Unterwollekamm gepflegt wird, muss ich mich nicht wundern, dass das Fell nicht schön aussieht. Leider ist der Unterwollekamm immer noch das am häufigsten empfohlene Werkzeug, wenn es um die Unterwolle geht. Selbst der Furminator für ein langes Fell, ist nicht für langes Fell geeignet. Hier braucht es einen Unterwollerechen. Gern wird an dieser Stelle der Coat King empfohlen. Hier bitte darauf achten, dass es sich um die Variante mit stumpfen Klingen handelt. Dieses Trimmwerkzeug schneidet sonst durchaus das Fell ebenso kaputt. 

Neben dem bürsten empfiehlt es sich, regelmäßig zu baden. Mit dem richtigen Shampoo ist einmal die Woche gar kein Problem. Meist reicht ein Bad alle 8 – 12 Wochen, wenn die Unterwolle wieder reif ist. Hier gibt es eine tolle Kombination von Miau & Woof. Mit einem leistungsstarken Fön, besser noch Blower, kann man das lose Fell dann wunderbar vom Hund abpusten. Gut dieses sollte man nur in einem begrenzten Raum machen. Die Haare fliegen wirklich überall hin. Viel Spaß beim Putzen. Aber zum Glück ist der Fellwechsel ja nur 2x im Jahr und bei regelmäßiger Pflege wirde es nicht so dramatisch. 

Welche Pflege sich empfiehlt, ist von der Struktur des Felles abhängig. Ich möchte hier einige meiner bewährten Kombinationen aufzählen. 

Kurzhaarig mit oder ohne Unterwolle 

Hier hat sich bei mir der Fellpflegehandschuh bewährt. Mit diesem kann man durchaus tägliche den Hund pflegen. Ich persönlich bürste unseren Terriermix einmal die Woche ordentlich. Dazu erhält er einmal im Monat ein Bad. Hier wechsel ich zwischen den Produkten von `DogMoments` und `Miau und Woof`. Für die schnelle reinigende Pflege zwischendurch nutze ich ein Trockenshampoo. Neben dem Handschuh eigenen sich auch Striegel möglichst aus Gummi oder Silikon. Ich bevorzuge die Groomy Silikonstriegel. Bei diesem Fell kann man auch den geliebten Unterwollekamm sparsam ein- bis zweimal im Jahr zum Fellwechsel einsetzen. Ein Trimmstein – selten benutzt - kann nützlich sein, um das Deckhaar ordentlich zu entfernen. 

In dieser Gruppe sind ganz besonders Mops, Labrador und Co angesprochen. Da hilft wirklich nur Baden und Bürsten. 

Mittellanges Fell 

Hier kommt es immer darauf an. Zum einen wie ist die Struktur und zum anderen auch wie dicht ist die Wolle. Bei manchen kommt man mit dem Handschuh noch gut druch. Der Groomy für langes Haar kann ebenfalls hier gute Dienste leisten. Bevorzugt verwende ich hier allerdings Zupfbüste, Unterwollerechen und Kamm. Für die regelmäßige Pflege (täglich oder einmal die Woche) nehme ich Kamm und Zupfbürste. Einmal im Monat wird es gründlicher. Hier nehme ich den Rechen dazu. Groomy nutze ich zum Shampoonieren. Der Fön/Blower tut dann den Rest. 

Statt der Zupfbürste kann man auch eine sogenannte Doppelbürste verwenden, besonders wenn das Deckhaar eher seidig ist. Mit der Noppenseite bekommt man die Unterwolle mit raus und mit der Borstenseite gibt man dem Fell einen entsprechenden Glanz. 

Langes Fell 

Hier ist es fast wie bei dem mittellangen Fell. Nur muss man darauf achten, dass man das Fell beim Bürsten gut scheitelt. Wichtig ist, dass man bis auf die Haut durchkommt. Viele Hunde mit einem solchen Fell sind nur oberflächlich gut gebürsten und an der Haut gerne mal verfilzt.

 

Was gibt es noch? 

Bei den speziellen Fellen wie sehr seidiges oder lockiges Haar kommt es immer darauf an. Bei seidig empfehle ich die Doppelbürste und bei lockig die Zupfbürste und einen Kamm. 

Für mittellanges und langes Haar kann man durchaus Kämmhilfen einsetzen. Das verringert das Ziepen. Es löst eventuelle Verfilzungen und hilft so bei der Erhaltung des Felles. 

Einen Kamm sollte man ab einem mittellangen Fell immer haben. Dieser zeigt einem schonungslos nach dem Bürsten, ob man Kletten übersehen hat. 

Das richtige Werkzeug kann den Fellwechsel oder die Fellpflege generell erleichtern. Es empfiehlt sich immer, sich von einem Groomer ordentlich beraten zu lassen. Dieser kann vor Ort das Fell begutachten und das richtige Werkzeug empfehlen. Gerne verkaufen diese auch die passenden Produkte. Hier sollte man sich nicht überreden lassen. Es gibt Alternativen zu den Profibürsten, welche im Preis – Leistungsverhältnis wirklich überraschen. 

Ich mag die Moser Animalline Produkte und ich arbeite fast ausschließlich mit diesen. Vor einiger Zeit hätte ich noch die Fellpflegeprodukte (Bürsten und Kämme) von Furminator empfohlen. Diese nutze ich auch noch, aber Moser hat mich mit seinem Gelgriff überzeugt und sind durchaus günstiger. Ich werde ausschließlich umstellen.

Hier zum Abschluß eine kleine Liste (Affiliate Links) meiner bevorzugten Werkzeuge, diese gibt es zum Teil bereits bei Amazon oder Zooplus zu kaufen. Das komplette Sortiment ist bei der Tierbude erhältlich. Wer sich die Bürsten, Kämme und Co vorher anschauen möchte, kann eine kleine Produktvorführung buchen. Gerne könnt ihr eine Pflegetermin buchen und euch so von den Werkzeugen überzeugen lassen. Ich biete einen kundenorientierten Bestellservice an und bestelle für euch die Produkte. Diese können dann abgeholt oder von mir geliefert werden. 

Zupfbürste von Moser 

Beidseitige Fellbürste von Moser

Fellpflegehandschuh von Moser

Unterwollerechen von Moser

Übersicht der kompletten Miau & Woof Serie (Kein Affiliate, kann über mich geordert werden. Ich berate gern, welche Produkte gebraucht werden und welche nicht)

Moser Pflegeserie - ebenfalls kein Affiliate, aber auch diese Produkte können mit ausführlicher Beratung bei mir geordert werden. Die Moser Animalline entwickelt regelmäßig neue Produkte und ich kann schon jetzt sagen, dass es im Sommer zumindest ein neues Produkt geben wird. 

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