Allergien, Unverträglichkeiten und andere Hauterkrankungen ...

Gerade wenn der Hund sich juckt und kratzt, dann wird immer wieder behauptet, es wäre eine Allergie und man solle promt eine Ausschlussdiät machen. Aber ist es immer eine Allergie?

Nein natürlich nicht. Es können Parasiten - Milben, Zecken, Flöhe - sein. Genauso wie Bakterien und Pilze oder eine trockene Haut. Durchaus auch schwerwiegenden Erkrankungen wie Hautkrebs oder leichtere Erkrankungen auf der hormonellen Ebene oder Autoimmunerkrankungen. Probleme im Stoffwechsel oder in der Versorgung mit Nährstoffen könnten in Frage kommen.

Allerdings ist es nun einmal so, dass der Tierarzt - am besten einer für Dermatologie - nicht wirklich aufgesucht wird und man immer von einer Unverträglichkeit oder eine Allergie ausgeht und sich nach einem Futtermittel umschaut, was dann erst einmal wieder passt. Häufig läuft es dann immer so weiter, bis man alle Futtermittel durchhat. Gerade Facebook findet man dort immer wieder und überall Geschichten. Aber wie kann man nun eine Allergie von einer Unverträglichkeit unterscheiden?

  

Die Bioresonanz

Eines vorweg ...

Ich mag die Bioresonanz. Allerdings sehe ich sie als alleiniges Diagnosemittel sehr kritisch. Es kann ein Hinweis sein, es kann passen, aber ich würde diese Ergebnisse immer gegenprüfen lassen, um wirklich sicher zu sein. 

 

Der Hauttest

Dieser kann bei einem Dermatologen gemacht werden und ist in den Ergebnissen recht sicher. Man könnte ihn mit dem Pricktest bei uns Menschen vergleichen. Es ist nicht ganz angenehm für den Hund, aber er ist im Grunde der sicherste Test. 

 

Der Bluttest

Jetzt kommen wir zu dem Punkt, zu dem ich eigentlich wollte. Von einem Bluttest auf Allergien - besonders bei Futtermitteln - wird immer immer abgeraten, da es herausgeworfenes Geld sei. Dieses Test wären sehr häufig bis fast immer positiv falsch. Diese Aussage finde ich durchaus sehr spannend. Wenn man sich mit diesen Thema etwas beschäftigt, könnte man fast schon wieder schmunzeln.

Die Aussage, dass man das Ergebnis vom vom Bluttest hätte und man gar nicht wissen was man füttern sollen weil der Hund auf alles allergisch wäre hat mich anfänglich etwas verwundert. Ich habe mir dann die veröffentlichten Tests angeschaut und dachte okay, die eines Seite ist alles in einer Reaktionsgruppe vertreten auf der anderen Seite allerdings nicht. Also habe ich mich mal schlauer gemacht und nachgeforscht.

Auch bei den Menschen werden diese Bluttests auf Allergien durchgeführt. Hier werden ebenfalls die Ergebnisse angezweifelt. Grund dafür ist die Gruppe der Immunglobuline. Beim Hund werden die IgG und die IgE Gruppen ausgewertet. Wenn man sich nun die Auswertungen anschaut, dann stellt man fest, dass die IgG Gruppen fast immer in ganz vielen Bereichen positiv sind, die IgE Gruppen aber komischerweise oft gar nicht.

Im Grunde könnte man bei diesem Test die IgG Gruppe komplett weglassen. Hier wird nur gezeigt, dass das Immunsystem arbeitet. Das ist eine ganz normale Reaktion. Alles was in den Körper kommt, muss durch die Einlass- oder Sicherheitskontrolle der Immunglobuline. Im Grunde - als Metapher - vergleichbar mit der Einlasskontrolle bei einem Konzert oder Festival oder auch der Sicherheitskontrolle am Flughafen. Es ist nichts schlimmes und man ist durchaus froh über diese Kontrollen, denn es gibt ja eine gewisse Sicherheit. Das eine oder andere wird herausgefischt und der Rest durch gewunken.

Jetzt schauen aber die IgE Gruppen in einer zweiten Linie noch einmal genauer. Man könnte es jetzt so sagen, dass die IgG der CheckIn Schalter oder die Kartenkontrolle ist und die IgE die eigentliche Sicherheitskontrolle. Alles was jetzt an dieser Stelle eine Reaktionsgruppe angezeigt bekommt, ist im Grunde eine Allergie. Auf alles in dieser Gruppe sollte man wenn möglich verzichten und sich schlau machen, mit was es sich im Kreuztest zu einer Reaktion hervorrufen lässt. 

 

Ausschlussdiät oder nicht?

Hat man einen Cutan- oder Bluttest mit einem entsprechendem Ergebnis, dann ist eine Ausschlussdiät durchaus nützlich. Besonders um die entsprechenden Verkreuzungen zu finden. Hat man keine entsprechenden Ergebnisse, oder sind diese negativ ausgefallen, liegt durchaus eine Unverträglichkeit vor. Hier kann man eine Art der Ausschlussdiät machen, aber nicht, um zu schauen, was vertragen wird oder nicht, sondern um den Körper zu entlasten und gleichzeitig die Organe (Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm) auf Vordermann zu bringen. Hier hatte bin ich schon einmal darauf eingegangen und man kann es unter dem Beitrag Blog - Hilfe was soll ich füttern? nachlesen. 

 

Für die Diskussion zu dem Thema Bluttest und Ig - Gruppen und für weitere Fragen kann man diesen Beitrag auf meiner Facebookseite finde und diesen dann entsprechend nutzen.

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