Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Bitte beachten Sie auch unsere Erklärung zum Datenschutz

Wie kannst du nur verdorbene Lebensmittel füttern ...

... und diese auch noch empfehlen. Als Ernährungsbrater sollte du es besser wissen und dich schämen. Vorsicht es wird lang und es enthält Werbung mittels Affilitylinks. 

So oder so ähnlich klang es mir einmal entgegen, als ich die Fütterung von fermentierten Lebensmitteln empfahl. Ich war etwas erschrocken über diese Anschuldigung, denn immerhin ist das Fermentieren von Lebensmitteln eine ganz alte durchaus vergessene Art, Lebensmittel haltbar oder gar gesünder zu machen. Sauerkraut, zum Beispiel, findet man immer und überall als Mittel der Wahl, wenn etwas verschluckt wurde. Es legt sich um den Gegenstand und bringt diesen so im besten Fall wieder ans Tageslicht. Im übrigen nicht nur bei Hunde.

Was ist also schlecht an einem fermentierten Weißkohl? 

 

Was ich so jetzt festgestellt und probiert habe ...

Ich muss gestehen, dass dieser Bereich in der Ernährung und der Herstellung zur Haltbarmachung auch bei mir ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Dabei war es bei uns - als ich noch Kind war - ganz normal und der Keller voll mit Gläsern in denen eingekocht und eingelegt wurde. Alles was der Garten so hergab und was man über das Jahr so gebrauchen konnte. Mit der Möglichkeit des einfrieren und der Möglichkeit es ganzjährig alles zu kaufen, ist es einfach in Vergessenheit geraten. Allerdings stieg damit auch der Müll.

Ich wollte eigentlich nur Müll vermeiden. 

Aber dann merkte ich, dass es besser schmeckt als das gekaufte. Auch dass ich aus einem Kopf Kohl mehr Kraut machten konnte, als in einer gekauften Packung enthalten ist und damit spart man nicht nur Müll, sondern auch bares Geld. Kraut war jetzt keine Kunst. Aber was war mit Kefir, Brottrunk, Joghurt, Frischkäse und Co? 

 

Fermentieren ist einfacher als gedacht

Ich habe mich selbst an vieles nicht herangetraut. Es lass sich immer alles so extrem kompliziert und schwierig. Irgendwie hatte es immer den Anschein, dass es sehr zweitaufwendig sei. Das ist es gar nicht, wie ich jetzt selber feststellen musste.

Nehmen wir Milchkefir. Im Grunde braucht es nur Knollen, Milch und ein Gärglas. Ich habe mich für ein Startetest von Fairment entschieden. Dort ist alles drin, was man braucht, es wird gut und anfängerfreundlich erklärt und es gibt eine Gelinggarantie. Was soll ich sagen, das Ansetzen geht in wenigen Minuten und der Rest funktioniert ganz allein. Mit der Aufbewahrung in den mitgelieferten Flaschen Kanne man im Grunde immer hin und her arbeiten ... ohne Unterbrechung. Gerade Kefir ist ein Wunderwerk für den Darm und enthält sehr viele Nährstoffe. Hier sind wirklich von allen Vitaminen, Mineralien und Spurenelemente etwas dabei. Selbst die Aminosäuren sind im Kefir enthalten. Zwar sind die Mengen gering, aber sie sind da. Die Milchsäurebakterien erfreuen das Darmbiom und geben ihm einen Schubs in die richtige Richtung. Der Geschmackstest ergab, dass der selbstgemachte Kefir den Hunden besser mundet als der gekaufte. Die Hunde bekommen seit längerem schon regelmäßig Kefir ins Futter. Meist mit Haferflocken und ihrer Kräutermischung gemischt. Mein Experiment mit Hafermilch ging allerdings schief, das schmeckte keinem von uns 😂🙈 Hier werde ich allerdings weitere Experimente wagen und darüber berichten. 

Wer sich gern an Sauerkraut - zum Beispiel - versuchen möchte, sich aber nicht traut, den kann ich das "Wilde Fermente Set" von Fairment empfehlen. Hier bekommt man auch alles zusammen was man benötigt, bis auf den Weißkohl. Aber eben Gläser, Gäraufsatz, Gewichte, Stampfer und Anleitung samt Rezepte. Für den ersten Versuch reicht dann auch ein Messer völlig aus. Aber ich kann euch versprechen, es hat Suchtpotential. Ein guter Gemüsehobel wird dann vermutlich nicht lange auf sich warten lassen oder eine gute Küchenmaschine. Im Grunde ist es auch sehr einfach. Ich schmeiße den Kohl immer grob geschnitten in den Thermomix, 4 Sekunden Stufe 4 oder 5. Danach Salz rein und im Linkslauf auf Löffel noch etwas drehen. Oder in eine Schüssel umfüllen und mit den Händen weiter Matschen, bis Wasser austritt. Dann in ein Glas (Twist Off oder Weckglas) stopfen und ordentlich festdrücken so dass die Luft raus ist. Ich habe ein Stößel vom Mörser genommen. Das geht auch. Allerdings werde ich mir irgendwann das "Wilde Fermente Set" noch gönnen, oder die Gläser samt Stampfer und Glasgewichte einzeln kaufen. Das Kraut schmeckt besser und es enthält noch mehr gute Nährstoffe als das gekauft. Bei dem gekauften geht leider immer etwas - wegen der Haltbarmachung - verloren. Das ist aber bei allen Produkten so, nicht nur beim Kraut, sondern auch beim Joghurt oder Käse, zu denen ich noch kommen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Vorbereitung für das Einlegen etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, besonders wenn man von Hand schnippelt, aber danach ist es auch ganz einfach. Wegstellen und vergessen sozusagen ... 

Brottrunk ist im übrigen auch kein Hexenwerk. Dazu braucht man noch nicht einmal irgendetwas als Equipment. Nur einen Topf und einige Flaschen zur Lagerung. Vielleicht noch die eine oder andere Zutat. 

Kombucha, Waserkefir und Gingerbud, welche es ebenfalls bei Fairment als Startersets gibt, sind für den Menschen sehr spannend und durchaus auch lecker und gesund, aber für unsere Hunde ist es nichts. Ich muss noch schauen, ob ich mit Kombucha Freundschaft schließen kann. Das werde ich vermutlich mit dem zweiten oder dritten Ansatz feststellen. Ob ich Wasserkefir und Gingerbud selbst probiere, weiß ich noch nicht. Es ergibt sicherlich ein sehr leckeres Erfrischungsgetränk mit vielen Möglichekeiten für den Menschen. Leider finde ich bei meinem ersten Ansatz Kombucha, dass man den Alkohol sehr schmeckt. Ich trinke normal so gut wie nie etwas. Mal ein Bierchen, auf ner Party. Die Hunde wollte zwar probieren, aber haben es dann doch stehen lassen. Also Mensch ja, Tier nein - auch nicht ausnahmsweise.

Joghurt, Käse und Co sind auch kein Hexenwerk. Eher das Gegenteil. Sie sind auch nicht wirklich aufwendiger.

Joghurt ist in wenigen Minuten angerührt. Es braut nur Milch und einen Joghurt und am besten mit gleichem Fettanteil. Man kann auch die Milch mit Kulturen mischen und sich dann ein Glas Joghurt als Starter aufheben. Danach wird es etwas "kompliziert", denn Joghurt möchte es warm haben. Hier bietet der Einzelhandel einige Produkte an. Zum einen ohne Strom, wie zum Beispiel der MyJo, oder mit sie der Pearl. Daneben kann man den Joghurt auch mit dem Thermomix machen (TM5 hat es sich in den automatischen Rezepten versteckt und der TM6 bietet eine Fermentionfunktion), im Backofen (besonders in den alten, wo es noch Glühbirnen gibt, welche wärme erzeugen), in Decken einwickeln, ins Bett stellen (alte Federbetten sind echt toll dafür) oder auch eine Kühlbox, welche man noch mit Wärmflaschen bestückt. Der Phantasie und der Experimentierfreudigkeit sind dort keine Grenzen gesetzt.

Hat man eine Joghurt oder Kefir, kann man sich an Quark oder Frischkäse wagen. Dafür muss die fertige Masse von der Molke getrennt werden, was es eigentlich ganz alleine macht. Man muss es nur in ein engmaschiges Sieb geben. Auch dafür hat der Handel wirklich saubere Möglichkeiten, zum Beispiel Cusipro oder Lekue. Einfach die Masse reingeben und abtropfen lassen. Man kann aber auch ein Tuch nehmen.

Die Hunde mögen sehr gern Joghurt, Quark oder auch Frischkäse. Dieser ist auch nicht ungesund oder schädlich. Eher das Gegenteil. Das Darmbiom - früher Darmflora genannt - freut sich über diese "Impfung". Sie hilft den Darm und es kommt nicht selten vor, dass Verdauungsprobleme, Unverträglichkeiten oder gar vermeintliche Allergien plötzlich wieder verschwinden. Manchmal dauert es, machmal wird es nur gemildert. Aber den positiven Effekt kann man nicht verleugnen. Selbermachen bringt dann noch den Vorteil, dass man weiß, was drin ist, es spart Geld und verringert definitiv das Müllaufkommen.

Wer nun noch Lust auf eigenen Hartkäse oder ähnliches bekommen hat, für den habe ich auch noch einige Links ...

Käse selber Machen - Hartkäse (Bergkäse) selber Machen Set; Traditionelle Käseherstellung

Käse selber machen - Starter Set inkl. Rezeptmappe und Videoanleitungen (für Käse, Quark und Frischkäse); Traditionelle Käseherstellung

Käse selber machen - Mozzarella + Ricotta Set inkl. Rezept (Schritt für Schritt Anleitung)

 

Rezepte gibt es viele

Rezepte gibt es wie Sand am Meer. Ich habe in der letzten Woche wirklich sehr viele verschiedene im Netz gefunden. Ich kann nicht alle aufzählen. Aber es werden welche folgen. Definitiv! Ihr könnt genauso wie ich experimentieren und ausprobieren. Versucht es einfach und traut euch. Ich werde in der nächsten Zeit eine Kategorie mit den Rezepten hinzufügen und euch meine - nicht nur die zu den Fermenten sonder auch andere - zugänglich machen.

Wenn ihr noch Fragen habt oder Anregungen braucht, meldet euch einfach. 

© Around the Pet 2018 - 2019, Sämtliche Inhalte, Fotos, Texte und Grafiken sind Eigentum von Around the Pet. Diese dürfen nicht ohne vorherige schriftliche Genehmigung weder ganz noch auszugsweise kopiert, verändert, vervielfälltigt oder veröffentlicht werden.
Joomla templates by a4joomla