Hilfe mein Hund haart

Vonaroundthepet

Hilfe mein Hund haart

Mein eigener Hund fusselt gerade wie ein Weltmeister. Sein Deckhaar wechselt mal wieder. Die Wohnung sieht aus, als ob diese seit Wochen nie geputzt wurde. Dabei saugen wir täglich mehrfach. Beziehungsweise lassen unsere Roboter fahren.

Auch bei Katzen kommt dieses Phänomen wieder verstärkt vor.

Fellwechsel oder gesundheitliche Probleme?

Sehr häufig lese ich, dass man die Schilddrüse untersuchen soll. Dicht gefolgt von einer Mangelernährung. Man solle Dieses oder Jenes zu füttern oder dringend den Tierarzt aufsuchen und ein Blutbild machen lassen – aber bitte nur mit allen Werten der Schilddrüse.

Auf das einfachste kommt man allerdings nicht. Das der Hund einfach nur sein Fell wechselt. Diese Prozedur erfolgt nicht mehr nur 2x im Jahr, sonder geht das ganze Jahr über. Im Frühsommer ist es etwas mehr als im Herbst.

Gerade die Unterwolle schiebt sich zur Zeit Büschelweise durch das Deckfell hindurch. Das Deckfell liegt gern überall. Wichtig ist nun die richtige Pflege.

Das richtige Werkzeug

Schaut man in den Zubehörhandel wird einem jetzt vermutlich der Furminator oder ein anderer Unterwollkamm empfohlen. Hier ist es egal welche Fellstruktur der Hund hat oder wie lang das Fell ist. Bei Unterwolle und Fellwechsel ist es immer die Geheimwaffe.

Ja es kann gute Dienste leisten, aber hauptsächlich bei mit kurzem Fell. Ein Unterwollrechen mit einer guten Bürste und einem Kamm sind da vielleicht eher geeignet. Aber auch hier ist nicht jede Bürste gleich gut.

Bitte auch keinen Trimmstriegel. Diese nehmen zwar die Wollen raus, schneiden meist aber auch das Fell wenn sich kleine Knötchen in diesem befinden.

Ein Hundefriseur kann euch da bei der Wahl der richtigen Bürste beraten. Es gibt einige in allen Preissegmenten.

Die richtige Technik

Ich selbst bevorzuge die sanfte Art und stelle meine Hunde gern unter die Dusche. Mit dem passenden Pflegemittel lösen sich die Haare schon fast von selbst. Mit einem guten Blower – ein leistungsstarker Föhn – fliegen die Haare schon fast von allein.

Da das Putzen danach ein wirklicher Spass ist, empfehle ich dafür den Hund 2 – 4 mal im Jahr zu einem Hundefriseur in den Salon zu bringen. Zum einen könnt Ihr euch sicher sein, dass alles was lose ist auch wirklich aus dem Hund beziehungsweise seinem Fell verschwunden ist. Zum anderen habt Ihr nicht die teueren Anschaffungskosten und den Haare überall.

Mit der Bürste teilt euch den Hund in eine Landkarte ein. Beginnt an der Stelle, wo sich der Hund das gut gefallen lässt und arbeitet euch dann durch den ganzen Hund. Ist das Fell etwas länger, dann scheitelt euch das Fell und arbeitet euch Strähne für Strähne durch den Hund.

Wenn sich der Hund nicht so gerne anfassen lässt, dann kann man die Prozedur mit dem Bürsten auch aufteilen. Obwohl für solchen Hunde die Blowermethode deutlich angenehmer ist.

Vakuumgroom

Ich mag diese Form der Fellpflege. Sie ist sauber und gebt recht schnell. Es gibt inzwischen verschiedene Systeme.

Cofix ist eines welches für den Hausgebrauch super geeignet ist. Es passt an die gängigen Staubsauber und nutzt den Unterdruck von diesen. Es gibt verschiedenen Bürsten, die man je nach Felltyp auswählen kann. Die Haare laden von der Bürste direkt im Staubsaugerbehälter.

Die Groomingstation ist eher etwas für die Profis im Salon oder mit vielen Hunden. Hier hat man den Vorteil, dass man einen Blower direkt dabei hat. Dieser dient als Saugquelle für das Vakuumgroom. Das Fell welches eingesaugt wurde, landet in einem Behälter. Eine gute Station bringt einige Bürstenaufsätze mit. Meist ist es ein Fellrechen, ein Trimmstriegel und ein Unterwollkamm in verschiedenen Stärken. Auf meine Station passen auch die Cofixbürsten.

CoFix Bürsten für den Hund

Das CoFix komplett Set für alle Felltypen und für jeden Hund

Dann gibt es noch das Karhia Pro System. Dieses wurde entwickelt, um Trimmhunde schneller und sauberer Zupfen zu können. Aber auch bei losen Deckhaar von nicht Trimmrassen ist es ganz gut und passend. Allerdings muss erst die Unterwolle vorher ordentlich entfernt werden, sonst wird es für den Hund unangenehm.

Egal welche Methode …

… die Regel sagt von grob zu fein. Dies hat den Vorteil es ziept weniger. Gerade wenn man die Pflege beginnt, nimmt man mit Grob häufig sehr viel aus dem Fell und sieht schnell eine Veränderung. Je feiner man dann in den nachfolgenden Schritten wird, desto gründlicher wird die gesamte Pflege.

Sollte alle Pflege keine Abhilfe schaffen und zu einen glänzenden Fell führen, kann man immer noch in die Ernährungsberatung gehen oder den Tierarzt aufsuchen. Aus meiner eigenen Erfahrung ist es allerdings nicht nötig.

Über den Autor

aroundthepet administrator

    Schreibe eine Antwort

    Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

    Around the pet