Die Katze Pauline hat mich und meine Familie adoptiert. Das war im Jahr 2011. Es ist damit schon fünf Jahre her. 

 

Die halbverwilderte Hauskatze …. 

Mir konnte leider niemand sagen, wie lange Pauline mehr oder weniger auf sich gestellt so am Hof mitgelaufen ist. Sie wurde gefüttert und hat sich mal kuscheln lassen, wenn sie wollte. 

Wie alt die Pauline ist, konnte mir niemand so genau sagen. Wir haben uns darauf geeinigt, dass sie 2000 geboren wurde. Das war die Mitte der von bis Informationen, die wir von verschiedenen Stellen bekommen haben. So gesehen ist Pauline eine alte Dame. 

Gesundheitlich ist Madam gut bei einander. 

Die Gelenke machen scheinbar etwas Probleme. Das Gangbild ist nicht das Beste. Sie humpelt. Je nach Wetterlage ist es mal besser und mal schlechter. 

Ein Zähnchen fehlt, sonst sieht das Gebiss sehr gut aus. 

Ich wollte eigentlich nie Katzen und habe in Pauline meinen Meister gefunden. Sie brachte mir, zum Teil sehr schmerzhaft, die Katzenkommunikation bei. Zeigte mir die Unterschiede im Training von Hund und Katze und lehrte mich, mich anzupassen. Sie stellte meine Geduld auf eine harte Probe und zeigte mir wie wichtig es ist, in sich selbst zu ruhen. Meine Schnelligkeit in den Reaktionen hat sehr stark zugenommen, im Training allerdings dann auch abgenommen. 

Mit den Jahren lernten wir beide sehr viel. Wir gewöhnten uns an einander. Es war immer spannend sie zu beobachten, wie sie auch die Herzen der anderen Hausbewohner eroberte. 

Die Stubenreinheit war nie ein Problem, dass hatte sie scheinbar gelernt. Aber es gab vieles was sie lernen musste. So zum Beispiel gebürstet zu werden oder anfassen. Gelernt werden musste auch, dass andere Tiere zum Haushalt gehören. 

Die gemeinsamen Gassigänge mit den Hunden sorgen immer wieder für lächelnde Gesichter in unserem Umfeld.

Man sagt immer, das Katzen eher Ortsgebunden sind und weniger an den Menschen. Pauline beweist, dass es auch anders geht. Sie ist mit uns umgezogen. Leider war es in dieser Situation nicht möglich, die alte Dame zur Hauskatze zu machen. Immerhin lernte sie in diesem Zusammenhang, dass es auch tolle Spielzeuge gibt, mit denen man spielen kann. Ebenso, dassTricktraining ja doch nicht ganz so unnütz ist. 

Ich bin immer wieder überrascht, welche Strategien diese alte Dame aus dem Hut zaubert, um sich das Leben zu erleichtern oder Situationen für sich zu nutzen. 

Diese Katze legte für mich nicht nur einen Grundstein, sondern ein ganzes Fundament. Sie war der Beginn für das Training mit Katzen, die Arbeit zur Auslastung und für die Vorbereitungen zum Tierarztbesuch oder für Pflegearbeiten. Die Haltungsbedingungen waren auch nicht zu unterschätzen. Das Toilettenmanagement für die Stubenreinheit ist ein sehr wichtiger Aspekt. Genauso das Fütterungsmanagement und die Beschäftigungsangebote, um nachts durchschlafen zu können. 

Die Angst vor Geräusche ist ein recht großes Problem von Pauline, was uns gerne bei jedem Feuerwerk einholt. Hier haben wir große Fortschritte gemacht.Es gibt Strategien und Management, die uns solche Situationen leicht machen. 

Wie bei den Hunden, hoffe ich auch bei Pauline, noch auf einige schöne Jahre, in denen wir gemeinsam arbeiten und viel von einander lernen können.

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