Meine Hunde

Meine Hunde sind mir in meiner Familie genauso wichtig wie alle anderen Tiere. 

Sie haben meinen Weg geprägt, mich unterstützt und mir meine Grenzen gezeigt. Sie sind nützliche Statisten und Figuranten. Ich kann gar nicht aufzählen wie oft sie mich wo unterstützt haben. 

Beide für sich haben mir geholfen mich zu verbessern und ein besserer Beobachter und Trainier zu werden.  Wie oft haben sie mich vor Herausforderungen gestellt, wo ich dachte, ich komme nicht weiter und habe dann doch eine Lösung gemeinsam mit den Tieren gefunden.  Diese Situationen haben mir dann wiederum bei anderen Tieren geholfen. 

 

Feyd

Der Burschibär ist am 28. September 2006 geboren und im Dezember 2006 bei uns in die Familie gezogen. Von Anfang an war er eher introvertiert und eher seiner Umwelt zugewandt als den Lebewesen in dieser. Zwar mag er Artgenossen und auch Menschen, aber die Annäherung erfolgt nach seinem Tempo.

Als Mischling von Mischlingen wissen wir nicht genau welche Rassen Feyd in sich vereint. Allerdings kann er den Labrador sowie den Border Collie nicht verleugnen. Ein Schäferhund muss irgendwann auch einmal in seinen Vorfahren mitgemischt haben. Darauf haben uns die Tierärzte immer wieder hingewiesen. Auch Kenner der Rasse haben haben dieses Thema gerne einmal angesprochen. Ein Schwester zeigte eine typische Färbung eines Leonbergers.

Ich wollte immer mal einen DNA - Rastetest machen. Allerdings ist es mir für die Ungewissheit und Ungenauigkeit etwas teuer. Immerhin wurden schon reinrassige Hunde als Mischling erkannt. 

Bekommen haben wir ihn als Labradormischling. Die Färbung zeigte sofort den Border Collie. Das liess mich am Anfang in die Falle tappen, in die viele Halter der Hütehunde tappen. Ich habe meinen Hund überfordert. Ich habe einfach zu viel mit ihm gemacht, weil diese Hunde ja schließlich beschäftigt werden wollen und habe die Überforderung als Unterforderung gedeutet. Daraufhin habe ich noch mehr gemacht. Wir kamen in einen Kreislauf, welcher uns beiden nicht gut tat. Irgendwann habe ich die Reißleine gezogen und lange gar nichts gemacht macht, außer Gassigehen, wo sich Feyd alleine beschäftigen durfte. Nach einer Weile haben wir dann wieder mit kleinen Übungseinheiten und deutlich weniger angefangen. Dabei ist es auch geblieben. Wir sind zwar gerne unterwegs, aber ich gebe dem Dicken sehr viel Zeit für sich und seine Welt. 

Eine Problematik mit der Schilddrüse und eine Autoimmunerkrankung der Augen stellte mich dann vor die nächste Herausforderung. Hier bemerkte ich sehr schnell, das alles wollen nichts nützt, wenn der Hund nicht kann. Anfänglich war es sehr frustrierend. Ich glaube für uns beiden. Feyd möchte immer alles richtig machen, aber er konnte irgendwie die Anweisungen nicht mehr umsetzen. Man hatte das Gefühl er hat es einfach vergessen und irgendwie war die Konzentration sehr kurzfristig. Aber auch dort lernten wir zusammen mit umzugehen und schafften große Ziele. 

Bis heute haben wir eine mehr als gute Basis und einen sehr guten Gehorsam. Es gibt Phasen der Unsicherheit und der Angst. Aber auch dort reicht unsere Basis um diese Phase zu überstehen. An den Tagen der schlechten Laune lasse ich ihn einfach in Ruhe und halte Stress von ihm fern so gut es geht. Das betrifft dann auch andere Tiere und Menschen. 

Inzwischen nehme ich es mit Humor, wenn Feyd seine fünf Minuten bekommt und einfach mal an der Leine tobt. Ich nehme es auch entsprechend gelassen, wenn er einfach mal kleine Lust auf einen Hund hat und diesen faltet. Letzteres kommt ja auch weniger als einmal im Jahr vor. 

Leider kommt jetzt mit dem Alter auch soglangsam die Rentenzeit für den Burschen. Doch leistete er mir sehr gute Dienste in der Einschätzung bei Hunden, beim Begegnungstraining, bei der Arbeit am Rückruf und im Freilauf. Er gab auch den Menschen eine gewissen Sicherheit und Ruhe. Bedingt tut er es auch heute noch.

Für mich war und ist er ein guter Begleiter beim Zughundesport. Die Sucharbeit - besonders das Pettrailing - liegt ihm als Labrador sowie als Schäferhund im Blut und bis heute macht sie ihm Spaß. Er findet immer noch sehr zielstrebig verlorene Dinge und vermisste Tiere. 

 

Lennox

Das extrovertierter Mukeltier ist das ganze Gegenteil von Feyd. Ein Terriermix, welcher am 1. Oktober 2007 geboren wurde. Sein größtes Problem ist seine Trennungsangst. Trotzt intensivstem Training bekommen wir dieses Trauma nicht ganz gelöscht. Immerhin kann er unter bestimmten Voraussetzungen gut alleine bleiben, wenn er dabei nicht ganz alleine sein muss. Die Gesellschaft von Feyd reicht ihm aber aus.

Auch hier wissen wir nicht welche Rassen sich in ihm vereinen. Wir haben uns hier auf Jack Russle - Foxterrier - irgendwas bulliges Mix geeinigt. Alles was ich sagen kann, das dieser Hund wie Popcorn ist und sehr jagdlich ambitioniert. 

Zwergel hat eine leichte Konzentrationsschwäche. Manchmal ist er auch einfach übereifrig. Er möchte uns gefallen und alles richtig machen. Wenn die Belohnung nicht schnell genug kommt, bietet er alles an, was er kann. 

Lennox ist mir ein guter Lehrer für das Anti Jagdtraining mit Jagdersatz gewesen. Er lehrte mich richtig zu sehen. Das gesehene richtig einzuschätzen und dann für mich zu nutzen. 

Hier habe ich schnell lernen müssen, den Trainingsplan anzupassen und umzugestalten, aber auch das schnell reagieren muss, denn das Wild hält sich nun einmal nicht an einen Trainingsplan. 

Da Lennoxs ein Frühkastrat ist, war und ist das Training zur Impulskontrolle mit dem Terrier sehr nützlich. Für meine eigenen und die der Hunde die ich stärken wollte. Ähnlich sah und sieht es mit der Frustationstoleranz aus.

Gesundheitlich trägt Lennox ebenfalls sein Päckchen zu tragen. Hier ist es ein stressempfindlicher Magen das Problem. Schnell gibt es Koliken. Der Magen übersäuert und die Gastritis schwebt immer über ihm. Hier hat nur ein ausgeklügeltes Stressmanagement geholfen und auch dort konnte ich durch das Zwergel viel lernen. 

Als Jagdhund war ebenfalls die Sucharbeit hoch im Kurs, dicht gefolgt von Zughundesport und etwas Tricktraining. Doch mit seinen inzwischen tritt auch er etwas kürzer, auch wenn das Terriertier immer noch mehr gefordert und eingesetzt wird.

Ich hoffe an dieser Stelle, das beide Hunde mir noch viele Jahre erhalten bleiben und ich lange mit ihnen gemeinsam durch das Leben gehen kann.

 

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