Warum ist Hefe einmal unerwünscht und gehört dann wieder in die Ernährung?

In vielen Fertigfuttermitteln für Hunde ist Hefeextrakt zugesetzt. Zum einen dient es als Geschmacksverstärker. Auf der anderen Seite enthält es Nährstoffe. Es ist auffallend, dass dieser Extrakt auf einen Teil beschränkt wird: Glutamin. Im Grunde heißt diese Aminosäure Glutaminsäure. Entgegengesetzt soll bei der Frischfütterung Bierhefe zugegeben werden, um die B – Vitamine abzudecken. Hier stellt sich mir die Frage: Ist es der empfehlenden Person bewusst, dass in diesem Nahrungszusatz ebenso Glutamin enthalten ist? Eine Tatsache, welche durch aus erstaunlich ist, wenn man sich vor Augen führt, dass es sich um ein und den selben Menschen handelt. 

Schauen wir einmal in die Bestandteile der beiden Ergänzungen. An dieser Stelle beziehen wir ausschließlich die Aminosäure Glutamin und ihren Wert bei einhundert Gramm. Hefeextrakt enthält 443 Milligramm und Bierhefe (getrocknet) schlägt mit 5685 Milligramm zu Buche.

Hier sprechen ja die Zahlen eine deutliche Sprache. Liegt es daran, dass die Person sich nie mit diesen Zusammenhängen auseinandergesetzt hat? Es würde ja nahe liegen. Jetzt stellt sich mir die Frage, ist die Berufung zum Ernährungsberater richtig? Ist genügen Wissen vorhanden, um Menschen in schwierigen Situationen ausreichend zu beraten, ohne einen größeren Schaden anzurichten? Um ehrlich zu sein, ich bezweifele diesen Punkt ja an anderen Stellen ebenso. Zu häufig kommen Aussagen zur Begründung, wo ich nie weiß, ob ich lachen oder eher weinen sollte. 

Ja Hefeextrakt ist ein natürlicher Geschmacksverstärker. Im Grunde ist er nicht gefährlich. Ich glaube ja, dass es mit Mononatriumglutamat verwechselt wurde. Dieses Salz löst unter Umständen das sogenannte »Chinarestaurant Syndrom« aus. Persönlich würde ich keinem Tier ein Futter geben, welches den synthetischen Nachbau der Aminosäure enthält. Bei dem Extrakt hätte ich weniger bedenken. 

Meiner persönlichen Meinung nach sollte ein Ernährungsberater und Tierheilpraktiker, der aktiv praktiziert, mehr Wissen um de Nährstoffe habe. Diese gehören zu den Inhalten einer soliden Ausbildung. Ist dies nicht der Fall, kann man nicht davon sprechen, gut ausgebildet zu sein. Es gibt ja Autoren und Ausbilder, welche auf den Bedarf nicht achten oder angeben, dass Sachen vernachlässigbar sind. In dem Bereich bin ich andere Ansicht. Eine ausgewogene Ernährung sollte abwechslungsreich und bedarfdeckend sein. Um das in einer Beratung leisten zu können, muss ich wissen: Was ist für Hunde essentiell und wo kommt es vor. Fehlt dieses Wissen, werden Aussagen zum Fluggeschoss und fliegen einem um die Ohren, wenn sich der Ratsuchende damit beschäftigt hat. 

Einen kleine Funfact am Schluss: Glutaminsäure ist ebenso in Fleisch oder Gemüse zu finden. Eine Ernährung ohne Glutamine ist nicht möglich.

 

Quellen

http://www.ernaehrung.de/lebensmittel/

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