Geht Gut

Was bedeutet nur »Geht Gut«

Gesundheit

Ernährung

Haltung

Training

 

Gesundheit

Umfeld/Umgang

Training

Ja es stimmt, Gesundheit und Training doppeln sich. Dies hat auch einen Grund. Zum einen kann es sein, dass bei den ersten Untersuchungen nichts Auffälliges gefunden wird. Wenn dann das Training allerdings nicht ordentlich greift, macht es Sinn, manche Bereiche noch einmal nach zu testen. Man schaut bei gewissen Werten, ob sich diese verändert haben. Hier kann man zum Beispiel Schilddrüse, Niere, Leber, Darm oder dem Bewegungsapparat entsprechende Aufmerksamkeit schenken. Es ist zwar eher selten, aber es kommt vor. Eine Wartezeit zwischen der ersten und der zweiten Untersuchung sollte etwa zwölf Wochen betragen.

 

Ernährung und Gesundheit

Ich fahre seit vielen Jahren gut damit und nicht umsonst habe ich mich wieder mehr der Gesundheit und der Ernährung zu- und dem Training abgewandt.

Gerade in der Ernährung sollte man gar nichts machen, wenn keine ordentliche Befundung vorliegt. Kein seriöser Ernährungsberater sollte bei Tieren mit Problemen einfach darauf losberaten. Leider geschieht dieses viel zu oft. Das Internet macht es einem ja entsprechend leicht. Es kostet nichts und man bekommt Unmengen unreflektierter Tipps. Die nicht unbedingt verkehrt sind, aber ohne eine Befundung durchaus gefährlich.

Ich kann nicht anhand eines Fotos sagen, dass die Entgiftungsorgane überfordert sind. Zu einer Entgiftung samt Darmsanierung raten, wenn an der Stelle auch eine Verengung/Verschluß des Tränenkanals vorliegen kann. Dies ist mehr als unseriös.

Ebenso kann ich nicht einfach sagen, dass eine Fütterung mit rohen Zutaten einfach ist. Es ist nicht mit achzig Prozent Fleisch und zwanzig mit Grünzeug getan. Ich habe in letzter Zeit so viele schlechte Pläne bei Erkrankungen gesehen, dass es mich nicht wundert, dass die Hunde Probleme entwickelt haben. Schmerzen verursachen gerne Aggressione, aber auch Angst und Unsicherheiten. Schmerzen im Zusammenhang mit Erkrankungen des Verdauungstraktes sind nicht selten.

Nahrungsergänzungmittel sind der neuste Trend. Manchmal durchaus nützlich. Aber meistens überflüssig. Dazu muss man einfach schauen, was bekommt der Hund gerade zu fressen und wie sieht diese Ration nach den Bedarfswerten aus, wenn man es durchrechnet.

Es gibt toll deklarierte Fertigfuttermittel, welche gern empfohlen werden, aber keine gesunde und ausreichende Nährstoffversorgung bieten. Dann gibt es die billigen, wo man nicht wissen möchte, was in diesen enthalten ist, aber dennoch sind diese in der Nährstoffversorgung ausgewogen. Es gibt Autoren von Büchern, die offen sagen, dass man die Bedarfswerte durch aus etwas vernachlässigen kann. Kann man machen, aber ratsam ist es sicherlich nicht.

Ebenfalls wird gewarnt, dass man Futtermittel nicht mischen soll. Warum nicht? Wenn es das Tier keine Verdauungsprobleme bekommt, spricht nichts dagegen, wenn es mal eine Dose, mal was Trockenens und dann wieder etwas Frisches gefüttert wird. Hier gibt es Abwechslung. Man kann vieles einfach mal ausgleichen, ohne zu Nahrungsergänzungen zu greifen.

Ergänzungen sollen halt ergänzen. Füttert man ausgewogen und bedarfsdeckend, dann erübrigen sie sich. Diese Ergänzungen können durchaus auch gefährlich für die Gesundheit werden. Daran muss man allerdings auch immer wieder erinnern. Viel zu häufig geht man davon aus, wenn man etwas Natürliches gibt, kann es ja nicht schaden.

 

Haltung, Umfeld und Umgang

Die Haltung, das Umfeld und der Umgang sind das größte Problem in der heutigen Zeit. Die Hunde aus dem Tierschutz kommen meist in den Städten nicht zurecht. Sie würden besser in ein Heim auf dem Land passen. Oder der Lebenswandel ist für den Hund zu hektisch. Die Stimmung im Zuhause durch persönlichen Stress zu gereizt. Es gibt viele Dinge.

Noch viel zu häufig werden Trainingsmethoden empfohlen, die es nicht wert sind, einen solchen Namen zu tragen. Hier gibt es noch viel Aufklärungsbedarf. Vieles ist gar nicht so einfach, denn es kratzt am Tierschutzgesetz und müsste angezeigt werden.

Viele Tiere die mir mit Ängsten oder Aggressionen vorgestellt wurdne, bekamen von andere Menschen einfach nur einen Deckel drauf. Das wirkliche Problem wurde nicht behoben. Das Tier funktionierte einfach nur noch. Es wirkte traurig und hilflos. Gefangen in seiner Situation, die es nicht ändern konnte. Die Meschen waren damit selten glücklich. Auch hier muss ich immer wieder schlucken, wenn ich die Tipps und Tricks im Internet sehe.

Noch schlimmer wenn mit Hundehalter unterwegs sagen wollen, was ich alles falsch mache. Oder wehlweise auch, woran es liegt.
Wurde ihnen schon einmal gesagt, dass sie ihrem Hund an der Leine einen Maulkorb anziehen sollen, damit der Hund – welcher auf die Rufe seines Menschen nicht reagiert, weil er einfach mal Hallo sagen möchte oder nur spielen will – nicht verletzt werden kann? Nein? Seien sie froh draüber. Denn mir geschieht das öfter mit meinen Pfleglingen. Es ist für diese noch schlimmer, als für mich und ich kann sie in dieser Lage noch nicht einmal schützen. Zum Glück passiert mir das auf dem Land relativ selten.

»Geht gut« ist für mich also ein Anagramm, mit dem sich aber meine Arbeit und mein Netzwerk gut beschreiben lässt. Nicht hinter jedem Verhaltensporblem steckt eine gesundheitliche Ursache oder eine fehlerhafte Ernährung. Doch in achzig Prozent der Fälle sind diese absolut nicht unschuldig. In weiteren fünfzehn Prozent ist es der Mensch, welcher einfach seinen Machtanspruch auf das Tier überträgt. Oft unbewusst, denn man möchte ja nur das Beste für seinen Mitbewohner. Die letzten fünf Prozent sind in der Regel die Hunde, welche man besser gar nicht in unser Land geholt hätte. Sei es aus dem Tierschutz oder von den Welpenhändlern. Mitleid war noch nie ein guter Ratgeber bei der Anschaffung. Leider fallen immer noch viele Menschen auf diese unseriösen Machenschaften herein.

Denkt immer daran: geht es euch gut, geht es auch dem Hund gut. Also »geht gut«

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