Wo ist der Unterschied zwischen gekauft und selbst gemacht?

Wenn Hunde unter Allergiene oder Unverträglichkeiten leiden, ist es oft eine Mamutaufgabe etwas zu finden, was vertragen wird. In dieser Hinsicht dreht es sich meist in den ersten Wochen und Monaten, bis man entweder das Immunsystem wieder reguliert hat oder die Allergieauslöser eliminiert hat. 

Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, was der Unterschied zwischen Trockenfleisch und Trockenfleisch ist? Hier in der Abgrenzung von selbst gedörrt und gekauft? 

Persönlich möchte ich sagen, es gibt keinen. Wenn ich mir das alleine getrocknete Fleisch anschaue, sieht es aus, wie das gekaufte. Denkbar wäre ein Unterschied in der Ursprungsqualität. Ansonsten ist ein Stück Hühnchen nichts anderes, egal in welchem Zustand gekauft. Die sogenannten Futtermilben können den Weg ebenso in die selbst gemachte Version finden. Chemikalien werden in den seltensten Fällen eingesetzt, wenn man nicht gerade Produkte aus China kauft. Nach den bekanntgewordenen Skandalen gibt es nicht mehr viele Hersteller, welche ihre Produkte in China herstellen und verpacken lassen. 

Von Futtermittelverordnung, Rückruf und Ressourcenverwaltung

Die Futtermittelverordnung in Deutschland – und in der EU – ist relativ streng. Es müssen immer wieder Proben analysiert werden. Hierüber soll eine Gefährlichkeit ausgeschlossen werden. Rückrufaktion in Deutschland über offiziellen Stellen habe ich seit 2007 keine mitbekommen. Einige Hersteller hatten die eine oder andere Charge zurückgerufen, da dort mal Metall oder Plastikteilchen gefunden wurden. Aber wegen Giststoffe oder Überschreitung bestimmter Höchstwerte ist mir seit langem nichts untergekommen. 

Kommen wir zurück zum Trockenfleisch. Diese kann man fast nicht günstiger herstellen als kaufen. Wenn man einmal davon ausgeht, dass ein Kilo Fleisch vom Weiderind direkt beim Erzeuger gut und gern 15€ kostet und das Dörren nicht wenig Strom verbraucht und es unter Umständen mehrere Ladungen benötigt, bis man das Kilo verarbeitet hat. Für eine Trocknung an der Luft ist leider unser Klima nicht so wirklich geeignet. 

An dieser Stelle kann man sich dann durchaus fragen, ob es dieser Aufwand wert ist, wenn ich gute Trockenfleisch bereits für den selben Preis im Kilo bekommen kann. Nach dem Dörren bleibt ja deutlich weniger über. Wenn man glück hat vielleicht 500g. Doch meist ist es weniger. 

Für mich persönlich macht es allein im Einsatz der Ressourcen keinen wirklich Sinn, alles für den Hund selber herstellen zu wollen, wenn man diese an anderer Stelle bündeln kann. Strom ist ebenso eine Einheit wie das Fleisch. Von der Ökobilanz sollte es schon in der Waage sein. 

Ähnlich sieht es im Übrigen mit dem Punkt, Leckerchen selber backen aus. Wir haben den Überblick über die Zutaten und Mengen. Aber einen Zuzug der Futtermilbe als Allergieauslöser können wir nicht sicher verhindern. 

Ich persönlich lasse es die Waage halten. Mal mache ich es selber, mal kaufen wir es ein. Es hat immer etwas mit meinen Ressourcen Rohstoffe, Energie und Zeit zu tun. Rohstoffe stehen mir nicht unbegrenzt zur Verfügung. So oft schlachten unsere Bauern in der Umgebung nicht. Einen Teil ihrer Waren bieten sie bereits über den Supermarkt an, einen Teil über den Hofladen. Wartelisten sind durchaus etwas länger. Die die weder über Supermarkt oder Hofladen anbieten, schlachten nur, wenn das ganze Tier verkauft ist. Das kann manchmal etwas dauern. Alternativ könnte ich über den Supermarkt einkaufen, aber hier muss ich die Mischkalkulation in Kauf nehmen. Habe ich im Grunde kein Problem mit. Ähnlich sieht es mit Obst, Gemüse, Kräutern und Getreide aus. 

Man muss es im Rahmen der Möglichkeiten betrachten. Aber Trockenfleisch ist und bleibt Trockenfleisch, egal wer es herstellt. 

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