Eine zeitgemäße Jagd für Natur- und Tierschutz

Ich glaube dieser Flyer ist der Stein des Anstoßes. Hier werden einige Themen rund um die Jagd angesprochen. Allerdings steht dort auch mit keinem Satz, dass der Wolf wieder bejagt werden soll. Hier ist lediglich die Forderung zu finden, dass der Wolf in das Jagdgesetz aufgenommen werden soll. Also auf die Liste der jagbaren Tiere. Aber gleichzeitig soll der Wolf - wie auch der Luchs - eine ganzjährige Schonzeit erhalten. Schonzeit bedeutet, dass eben nicht bejagt werden darf. 

Warum soll der Wolf dann in das Jagdgesetz aufgenommen werden? 

Der Grund ist wohl eher in dem Verwaltungsaufwand zu finden, wenn ein Wolf oder gar ein ganzen Rudel sich auffällig verhält und seine Scheu vor dem Menschen verliert. Wölfe sind gerade in ihre Jugend sehr neugierig. Hier müssen sie lernen, dass es dumm ist, sich in der Nähe der Menschen aufzuhalten oder sich gar an den Herden zu bedienen. 

Ein bisschen ist an diesen Stelle auch der Mensch gefragt. So sollte es nicht der Fall sein, dass man die jungen Wölfe abfüttert. Ob es nun bewußt geschieht, in dem man sie mit Futter lockt oder unbewußt, weil man unachtsam etwas wegwirft. In Canada stehen zum Beispiel über alle Hinweistafeln, dass ein gefütterter Bär ein toter Bär ist. Das ist drastisch, aber wenn ein Bär erst einmal gelernt hat, wie einfach man an Futter kommt, wird dieser nun einmal gefährlich. Ähnliches sollte man sich bei unseren Wildtieren generell vor Augen halten. Hier ist es aber auch völlig egal ob es der Fuchs, der Waschbär oder dieRotte Wildschweine ist. 

Natürlich kommt es vor, dass uns Tiere in die Ortschaften folgen und sich immer und immer wieder in Menschennähe blicken lassen. Aber man muss dieses nicht noch fördern. Ich hatte ja die Tage über die bedarfsgerechte Fütterung von Streunern geschrieben. Futterstellen sind immer ein Problem. Aber wenn man nun noch bewusst Essensreste - hatten wir hier im letzten Jahr in unserem kleinen Dorf am Rand der Bebauung - verteilt, dann muss man sich nicht wundern, wenn der Fuchs das Angebot annimmt und sich auch an den gelben Säcken bedient. 

Ist der Wolf nun im Jagdgesetz, ist es um einiges einfacher ein auffällig gewordenes Tier "zu entnehmen". Ja das bedeutet nichts anderes als es zu erschießen. Aber es muss nicht mehr der gesamte Verwaltungsaufwand, welcher eine Menge Steuergelder verbraucht, aufgewendet werden, wenn am Ende doch die Entscheidung steht, dass geschossen wird. 

Natürlich sollte am Anfang ein vernünftiges Wolfsmanagement stehen. Diese betrifft den privaten Tierhalter genauso, wie den gewerblichen Tierhalter. Hier kann sich jeder einzelne von den Wolfsbeauftragten beraten lassen. Wenn man dazu dann noch darauf achten, dass keine Essenreste im Wald oder in den Feldern - nach Wanderungen, Ausflügen, Picknicks und Co - zurückbleiben und man seine Abfälle mit Heim nimmt und dort entsorgt, dann ist das auch ein wichtiger Schritt. 

Im Grunde liegt es an uns Menschen, wie wir mit dem Wolf umgehen und welche Möglichkeiten wir ausnutzen, dass die Tiere zum einen keinen Erfolg haben und zum anderen ihre Scheu vor uns Menschen behalten. Wenn wir uns alle an ein gewisses Management halten, dann tragen wir alle mit dazu bei, dass die Wölfe nicht in der Hinsicht auffällig werden, dass sie trotzt Schonung geschossen werden müssen. 

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